Veröffentlicht in Persönliches, Schmerz

Bis ans Ende der Welt

Wenn ich mir sage, 
dass du verreist bist,
auf einer Mission,
dass du weit fort gegangen bist,
für eine lange, stille Zeit,
vielleicht
bis ans Ende der Welt,
oder weiter,
noch weiter hinaus,
an den Rand des Universums …

Wenn ich mir sage,
dass du irgendwo da draußen bist,
umgeben von guten Menschen, erfüllt
von Glück und Frieden,
dass du, obwohl du uns so fern bist,
an uns denkst,
an alle deine Lieben,
uns vermisst,
so sehr,
wie wir dich vermissen …

Wenn ich mir das so sage,
dann spüre ich deine Nähe
und die Verbundenheit,
mein Schmerz wird ein wenig kleiner …
ein wenig.
Dann kann ich mir vorstellen,
dass du irgendwann zurückkommst
von deiner Mission,
dass wir dich eines Tages
wieder in die Arme schließen.
Veröffentlicht in Persönliches

Für Ida

In Gedenken an meine Schwester Ida. Sie starb am 29. September 2017.

Meine liebe Schwester, es tut mir unendlich leid, dass ich diese Zeilen erst jetzt schreibe und Du sie nicht mehr lesen kannst. Auch in meinem Buch habe ich Dich nur am Rande erwähnt, obwohl mich mit Dir doch so vieles verbindet. Und es tut mir leid, dass wir in den letzten Jahren Deines Lebens außer gelegentlichem Telefonieren keinen regelmäßigen Kontakt hatten. Wie so oft, wird es einem bewusst, was man alles versäumt hat, erst dann, wenn es zu spät ist.

Quelle: Für Ida – Rosa Ananitschev Autorenseite