Reisen war noch nie meine Leidenschaft. Bis zum 38. Lebensjahr hatte ich auch wenig Möglichkeiten dazu. Für eine durchschnittliche Familie war das in Russland einfach zu kostspielig, und andere Länder zu besuchen, war absolut unmöglich. Um es klarer auszudrücken: absolut verboten. Erst in Deutschland konnte ich die Reisefreiheit voll erleben. Mittlerweile ist die Liste der Länder und Orte, die ich in den vergangenen 24 Jahren gesehen habe, ziemlich lang. Allerdings gestehe ich: Mir macht es auch nichts aus, den Urlaub einmal daheim zu verbringen … oder zweimal. 😃
Auf meine Frau trifft das nicht zu. Sie verreist gern. Mindestens einmal im Jahr muss sie ihre Taschen packen. Doch keine Sorge: Sie ist dann nicht allein unterwegs, denn ich fahre natürlich mit und bekomme sogar ein eigenes Köfferchen. 😉 Die Reiseplanung überlasse ich ihr, zumal es ihr großen Spaß macht, über mögliche Urlaubsziele nachzudenken, zu recherchieren und eine passende Unterkunft zu finden. Ich muss am Ende nur noch mein Einverständnis geben. Manchmal habe ich allerdings Einwände. Dann diskutieren wir ein wenig, und sie sucht weiter. Oder wir machen es gemeinsam. Bis jetzt waren wir uns jedenfalls immer einig.
Was steht als Nächstes an? Es verspricht auf jeden Fall abwechslungsreich zu werden: eine Woche in Holland (mit zwei Freundinnen), gleich danach eine Woche in Boltenhagen an der Ostsee (nur wir beide) und im Anschluss zwei Tage Berlin, wo wir meine Schwester im Heim besuchen wollen.
Klingt spannend, ja. Wenn da nicht das Kofferpacken wäre. Das mag ich überhaupt nicht. Und kurz bevor es losgeht, stellt sich bei mir auch noch regelmäßig dieses mulmige Gefühl ein, als könnte etwas Schlimmes passieren. Oder ist das nur eine besonders dramatische Form von Reisefieber?
Beitragsfoto: In Pitigliano. Toskana, September 2009.


Geht mir genauso. Das mit dem Kofferpacken. Als ob mich auf Reisen eine Katastrophe erwartet, als ob ein kleiner Fehler den Tod bringt.
Liegt wohl an der Vergangenheit, den Witzbolde eine „bewegte“ nennen. Und wenn ich dann dort bin, ist dieses mulmige Gefühl zum Glück verflogen. Auch euch wünsche ich schöne Tage!!!
Danke … wer auch immer du bist.
Da haben wir etwas gemeinsam, liebe Rosa!
Das Kofferpacken ist auch überhaupt nichts für mich – immerhin habe ich seit einigen Jahren eine Liste, in der alle Utensilien aufgelistet sind, die gebraucht werden. Somit habe ich auch am Ende der Reise, wenn’s ums Heimfahren geht, eine Hilfe, um nur ja nichts beim Einpacken zu vergessen. Ist zwar auch ohne Liste noch nie passiert – aber was weiß man?
Dieses mulmige Gefühl stellt sich bei mir vor allem in den letzten Jahren ein – passiert etwas bei den Eltern? Und doch ist immer alles gutgegangen, außer vor 3,5 Jahren, als unser Auto plötzlich auf der Autobahn auffällig wurde und wir damit in die Werkstatt mussten. Dieser Urlaub wurde verhindert – und das war gut so, denn ich wurde genau in diesen Tagen zuhause dringend gebraucht …
Du hast mich neugierig gemacht – Boltenhagen sieht ja sehr hübsch aus. Da würde ich mich vermutlich wohl fühlen, auf den von mir gesichteten Bildern kommt viel Ruhe rüber.
Somit wünsche ich Euch viele schöne Stunden in Holland und dann in Boltenhagen – und eine gute Zeit mit Deiner Schwester.
Grüße Dich herzlich, C Stern
Danke, liebe C Stern! Ich werde (hoffentlich) berichten. Boltenhagen soll auf jeden Fall ein wunderschöner Ort sein.
Geniesst den Urlaub mit allen Sinnen, auch wenn du nicht gerne koffer packst🌝🌻
Das werden wir! Danke dir von Herzen, liebe Brunil.
Ach ja – wenn das mit dem Koffer packen nicht wäre, wäre das Reisen viel schöner.
Mein Mann und ich hatten da die perfekte Arbeitsteilung:
Ich habe zugesehen, dass vor einer Reise möglichst viel saubere Wäsche in den Schränken war.
Dann brauchte ich meine Sachen nur noch aufs Bett legen und er hat den Rest erledigt.
Er hat mir sogar die Koffer gepackt, wenn ich ohne ihn verreist bin.
Ich bliebe im Urlaub übrigens auch sehr gerne zu Hause.
Nee, mein Köfferchen muss ich leider selbst packen. ☹️😃
Du hast mein volles Mitgefühl.
Solche spontanen Ausflüge finde ich immer spannend. Gerade weil man vorher nicht alles durchplant, entdeckt man unterwegs oft Dinge, die man sonst wahrscheinlich gar nicht gesehen hätte. Liebe Grüße