Es ist für mich inzwischen so selbstverständlich – mein Leben im Wohlstand, in der Demokratie. Und doch denke ich oft an vergangene Zeiten, daran, was für ein Glück (im Unglück) ich hatte, in Russland als Deutsche geboren zu sein. Sonst wäre meine Familie dem totalitären Regime wohl niemals entkommen.
„Das Grab meiner Mutter“ weiterlesenMonat: März 2021
Neuer Schreibwettbewerb
Ein neuer spannender Literaturwettbewerb, ausgeschrieben vom Q5 Verlag, ist am Start. Schon ab heute können Texte eingesandt werden.
Macht mit!
Wie es geht?
Klickt einfach auf den Link oder das Bild unten und ihr werdet alles erfahren. 😉
Für den guten Zweck – Spendebücher des Q5 Verlags
Im Schatten
Alles, was in Deutschland nicht zu gebrauchen war, ließ ich in Russland zurück, nicht nur materielle Dinge, auch veraltete Lebenseinstellungen und einige Gewohnheiten im Alltag. Nur die Depression konnte ich nicht so einfach loswerden, sie blieb in meinen Schatten versteckt und sobald sie die erstbeste Gelegenheit bekam, trat sie hervor. Lange hatte sie nicht warten müssen, schon bei der Ankunft am 4. Dezember 1992 im Frankfurter Flughafen schlug sie erbarmungslos zu. Seitdem läuft sie zwar meistens nebenher, findet jedoch ab und an immer noch ein passendes Schlupfloch, um sich zu zeigen und mir den Weg zu erschweren.
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