Veröffentlicht in Poesie, Rezension

„Wie Schatten werden“ – Rezension

Gedichte rezensieren ist nicht leicht. Dafür bin ich keine Profirezensentin und auch keine große Poesiekennerin. Ich muss sogar zugeben – in Deutschland lese ich nicht so oft Gedichte. Ich bin mit der Poesie von Puschkin, Lermontow (meinem Lieblingsdichter), Jessenin, Achmatowa und anderer russischer Dichter aufgewachsen. Mit der deutschen Lyrik jedoch konnte ich von Anfang an nicht so richtig warm werden. Aber vielleicht nur, weil ich mich nicht intensiv genug damit befasst habe und es noch Nachholbedarf gibt. 😉

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Veröffentlicht in Autobiografie

Sieben Geschwister

Die nächsten Fragen zu meiner Biografie.

Fragen und Antworten, 5 6

5. Haben Sie Geschwister? 6. Wie groß war Ihre Familie und als wievieltes Kind wurden Sie geboren?

Ida und Jakob Schütz hatten sieben Kinder: Lilli, Ewald, Aneta, Ida, Jakob, Rosa, Erna. Ich kam als vorletztes Kind zur Welt. Drei Jahre nach mir wurde Erna geboren, da war unsere Mutter schon 44 Jahre alt. An das Zusammenleben mit Lilli und Ewald kann ich mich nicht mehr erinnern – sie verließen das Elternhaus als ich noch klein war. Auch an Aneta habe ich kaum Erinnerungen, sie ging ebenso weg, sobald sie die Volljährigkeit erreicht hatte. Im Grunde „flogen“ wir alle aus dem Nest, so früh wie es nur möglich war – ich sogar schon mit 17.

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Veröffentlicht in Literatur, Rezension

„Gesammelte Scherben“ – Rezension

Auf die „gesammelten Scherben“ war ich sehr gespannt. Denn Scherben sammeln ist ein Begriff, der mich sofort in meine Kindheit versetzt, in die Zeit, als ich noch sechs – acht Jahre alt war und wirklich Scherben sammelte. Auch wenn man es vielleicht nicht glaubt – es war eine abenteuerliche Beschäftigung für ein kleines Mädchen im Dorf. Aber um mich soll es ja hier nicht gehen, sondern um meine Meinung zu dem Buch von Melitta L. Roth.

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Veröffentlicht in Literatur, Rezension

„Die Stille bei Neu-Landau“ – Rezension

Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen und aus der Hand gelegt hatte, gingen mir viele Gedanken durch den Kopf.
Traurig – die Geschichte einer Liebe, die glücklicher und erfüllter sein könnte, wenn die Beteiligten über ihre Gefühle gesprochen und nicht nur pflichtbewusst gehandelt, wenn sie für ihre Liebe gekämpft hätten … Aber konnten sie das überhaupt – zu dieser Zeit, in diesem Land? Wo es doch damals oft ums nackte Überleben ging, wo Gefühle unterdrückt und so zur Nebensache werden mussten?

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Veröffentlicht in Literatur, Social Media

Streiten

Liebe Schreibende,
bestimmt gab es schon in eurem Leben den einen oder anderen Streit, sei es mit dem Partner/Partnerin, mit dem Kind oder mit den Eltern. Auseinandersetzungen sind meistens mit Ärger, Unmut, Unzufriedenheit oder noch Schlimmerem verbunden. Wer hat das schon gern? Ich zum Beispiel gar nicht, ich bin ein Mensch, der das Gleichgewicht braucht, mit anderen Worten – ich bin sehr harmoniebedürftig. 😊 Nach einem Streit versuche ich immer so schnell wie möglich alle Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen, mich wieder zu versöhnen. Geht es euch nicht auch so? Ist das nicht ein schönes Gefühl, wieder Frieden geschlossen zu haben, verstanden worden zu sein. Versöhnung – ein wunderbares Wort! Vielleicht habt ihr Lust, darüber eine Geschichte zu schreiben? Sie kann autobiografisch oder auch fiktional sein, vielleicht sogar mit einer Illustration eures Kindes …
Näheres erfahrt ihr, wenn ihr dem Link folgt.

https://blogq5.de/literatur/schreib-und-malwettbewerb-auf-blog-q5-vom-streiten-und-zusammenraufen/https://blogq5.de/literatur/schreib-und-malwettbewerb-auf-blog-q5-vom-streiten-und-zusammenraufen/

Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches

Vergebung

Die meisten meiner zahlreichen und bunten Träume lösen sich gleich nach dem Aufwachen wieder auf und geraten schnell in Vergessenheit. Manchmal aber erlebe ich im Traum etwas Außergewöhnliches, etwas, das mir Stoff zum Nachdenken gibt und mir für immer erhalten bleibt. So auch diesmal …

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Veröffentlicht in Persönliches

Ohne Nebenwirkungen

Ehrlich gesagt, hatte ich nicht vor, mich impfen zu lassen. Nicht weil ich Corona-Leugnerin und Impfgegnerin bin, ich wollte mir einfach die Freiheit nehmen, es nicht zu tun. Es kam anders.
Eigentlich wollte meine Frau nur unseren zwei Freundinnen am Telefon bei der Online-Anmeldung helfen und die notwendigen Schritte mit ihnen durchgehen. Dann rief sie plötzlich zu mir in das andere Zimmer: „Ha, ich habe jetzt selbst einen Termin! Und schau mal, es geht sogar mit Partneranmeldung! Soll ich? …“
Ich fühlte mich überrumpelt. „Muss ich jetzt zwischen Tür und Angel so eine Entscheidung treffen? So spontan geht das aber nicht!“
„Gut, ich kann auch allein, dann bleibt’s eben bei einem Termin nur für mich.“
Tja, was soll ich sagen? Es ging doch spontan!
Nun bekamen wir am 15. April den berühmt-berüchtigten AstraZeneca-Impfstoff gespritzt. Alles lief reibungslos. Wir durften immer zu zweit in den Raum, sei es für die Aufklärung oder für die Behandlung selbst, und brauchten somit nicht aufeinander zu warten. Das Witzige dabei – unsere Freundinnen hatten die Termine am selben Tag, zur selben Zeit.
Nach der Prozedur machten wir vier noch Scherze, im Sinne – sollten wir allesamt eine Thrombose bekommen und daran sterben, können wir auch gleich in einer Gruft begraben werden, schließlich sind wir Spielgefährtinnen (gemeint sind die gemeinsamen Spielabende).
Eine Woche ist seitdem schon vergangen. Die Nebenwirkungen blieben aus.

Veröffentlicht in Menschlich, Persönliches, Social Media

Inspiriert durch Corona

Vor einiger Zeit riefen die Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid zu einem Schreibwettbewerb auf. Thema: „Erfahrungen mit der Corona-Pandemie“. Die Idee dazu kam von einer Lüdenscheiderin. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer übernahm die Schirmherrschaft über das Projekt. Nun sind einige Texte und sogar Gedichte zusammengekommen. Mit dabei auch ein Beitrag von mir: „Corona und die Diktatur“. Es ist mehr oder weniger eine Zusammenfassung meiner Gedanken, die ich schon in diesem Blog mit euch geteilt habe.
Die Textsammlung gibt es nur online. Ihr findet sie auf der Homepage:
Freunde der Stadtbuecherei Luedenscheid – Aktuelles

Oder direkt hier als PDF-Datei:

Veröffentlicht in Autobiografie, Memorial, Persönliches

Das Grab meiner Mutter

Es ist für mich inzwischen so selbstverständlich – mein Leben im Wohlstand, in der Demokratie. Und doch denke ich oft an vergangene Zeiten, daran, was für ein Glück (im Unglück) ich hatte, in Russland als Deutsche geboren zu sein. Sonst wäre meine Familie dem totalitären Regime wohl niemals entkommen.
Eigenartig, dass das Land mir erst im Nachhinein wie ein Albtraum vorkommt. Als ich noch dort lebte und keine Alternativen kannte, schien mir mein Leben normal zu sein.
Ich hatte zu arbeiten und meine Kinder zu versorgen, mich um meinen Mann zu kümmern und meine Freundschaften zu pflegen. Natürlich hatte ich reichlich Kummer, aber auch viele Glücksmomente.
Was der Sozialismus wirklich bedeutet, zeigte sich den Menschen erst in den letzten Jahren der Sowjetunion. Denn als das morsche System in sich zusammenbrach, erblickten wir die zahllosen Leichen im Keller. Die ganze Welt erschauderte angesichts der unmenschlichen Verbrechen an der eigenen Bevölkerung.

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Veröffentlicht in Literatur, Social Media

Neuer Schreibwettbewerb

Ein neuer spannender Literaturwettbewerb, ausgeschrieben vom Q5 Verlag, ist am Start. Schon ab heute können Texte eingesandt werden.
Macht mit!
Wie es geht?
Klickt einfach auf den Link oder das Bild unten und ihr werdet alles erfahren. 😉

Schreibwettbewerb Q5 Verlag

Für den guten Zweck – Spendebücher des Q5 Verlags

Q5 Verlag - Anthologie "Du Fehlst"
Anthologie „Du Fehlst“
Q5 Verlag - Anthologie "Über Mut - über Leben"
Anthologie „Über Mut – über Leben“

Veröffentlicht in Autobiografie, Persönliches

Im Schatten

Alles, was in Deutschland nicht zu gebrauchen war, ließ ich in Russland zurück, nicht nur materielle Dinge, auch veraltete Lebenseinstellungen und einige Gewohnheiten im Alltag. Nur die Depression konnte ich nicht so einfach loswerden, sie blieb in meinen Schatten versteckt und sobald sie die erstbeste Gelegenheit bekam, trat sie hervor. Lange hatte sie nicht warten müssen, schon bei der Ankunft am 4. Dezember 1992 im Frankfurter Flughafen schlug sie erbarmungslos zu. Seitdem läuft sie zwar meistens nebenher, findet jedoch ab und an immer noch ein passendes Schlupfloch, um sich zu zeigen und mir den Weg zu erschweren.

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Veröffentlicht in Übersetzung, Memorial

Nicht im Krieg, nicht einmal in der Dürrezeit …

Erinnerungen von I. G. Hentosch

(aus dem Russischen von Rosa A. übersetzt)

Winter 1932-1933 in Rostow am Don. Ich bin sieben Jahre alt. Immer öfter höre ich das Wort Hunger. Es gibt auch andere neue Wörter: Essensmarke, Bons, Torgsin*. Torgsin ist für mich so etwas wie ein Märchen, ein Schlaraffenland. Mama bringt ihren Ring und ein paar silberne Löffel dorthin. Ich stehe am Schaufenster und sehe Würstchen, schwarzen Kaviar, Süßigkeiten, Schokolade, Törtchen. Ich verlange nicht danach – verstehe ich doch sehr gut, dass meine Mutter das nicht kaufen kann. Aber ich bekomme etwas Reis und ein Stückchen Butter.

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Veröffentlicht in Allgemein, Social Media

Nichts für Querdenker …

… Oder vielleicht doch?

Dokumentation im Fernsehen gestern Abend. Sehr sehenswert!

https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/geklaute-geschichte---querdenker-und-unsere-vergangenheit-100.html

Es empfiehlt sich auch, das Geschehen der letzten Tage auf den Straßen Russlands vor Augen zu halten – davon gibt es massenhaft im Internet und auf Facebook. Erschreckende und erdrückende Bilder und Videos, die allen zu denken geben sollten.

Video vom 31.01.2021