Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches

Kompromiss (manchmal geht es nicht anders)

An einen lieben Menschen

… Zu unserer Auseinandersetzung möchte ich Dir doch noch ein paar Zeilen schreiben. Eins vorab: ich weiß, dass Du einen Sinn für Gerechtigkeit hast und die Wahrheit Dir wichtig ist, dass Du alles hinterfragst und Antworten suchst. Aber das tue ich auch! Ebenso wie Du, verabscheue ich das grausame und sinnlose Töten, ganz gleich, ob es Ukrainer und Russen sind, die sterben müssen, oder ein anderes Volk.

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Veröffentlicht in Allgemein, Menschsein, Persönliches

Diskriminierung als Gesetz

Russland auf dem Weg ins Mittelalter

Das in Russland schon vor Monaten angekündigte neue Gesetz ist nun am 5. Dezember vom Präsidenten unterzeichnet. Es verbietet die Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen, Geschlechtsumwandlungen und (in demselben Atemzug sozusagen!) Pädophilie. Somit wird homosexuelle Orientierung und Pädophilie praktisch gleichgestellt.
Das Gesetz gilt für alles, woraus Informationen gezogen werden können – Filme, Bücher, Computerspiele, Medien und so weiter. Es ist auch verboten, eine bestimmte Kategorie von Waren zu verkaufen, aber es gibt keine klaren Kriterien dafür, was als Propaganda angesehen werden kann. Ich befürchte, dass sogar Kinderzeichnungen, die einen Regenbogen zeigen, darunter fallen können. Werden dann die Eltern zu Verantwortung gezogen oder gar das Kind persönlich?

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Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches, Träume

Traumwelt

Traurig bin ich. Der Sinn dieser von wem auch immer erschaffenen oder durch Zufall entstandenen Welt erschließt sich mir nicht. Die Menschen werden nie lernen, mit ihrem Planeten und miteinander behutsam und respektvoll umzugehen. Sie werden so weitermachen: mit Kriegen, Ausrottung, Zerstörung – bis zum bitteren Ende. Was ist unser Daseinszweck? Haben wir eine Bestimmung oder ist es alles nur Chaos? Sind wir Menschen wirklich die Krönung des Lebens? Oder sind wir hier, um alles und letztendlich uns selbst zu vernichten? … Ja, ich weiß – es sind rhetorische, sogar naive Fragen, die mir keiner beantworten kann. Auch wenn ich sie aus dem Kosmos auf die Erde hinab schreien könnte, würden sie unerwidert bleiben.

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Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches

Ich bin es – das schwarze Schaf

Meine zweieinhalb Jahre jüngere Schwester gab mir wieder einmal Anlass zum Sinnieren. Ein herzensguter, freundlicher und hilfsbereiter Mensch, kümmert sie sich um unsere andere Schwester, die elf Jahre älter ist als ich und gesundheitliche Einschränkungen im Alltag hat. Beide wohnen sie in Dortmund, nicht weit weg voneinander. Am vergangenen Sonntag besuchten meine Frau und ich die zwei. Wir verbrachten in der Wohnung der Älteren bei Kaffee und Kuchen ein paar gemeinsame Stunden, redeten über dies und das. Mich wunderte schon, dass die Jüngere das Thema Gott nicht aufgriff. Aber zu früh gefreut. 😃

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Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches

Was würde Eugen sagen?

Was würde mein Mann und nach unserer Trennung – mein lieber Freund zum Krieg in der Ukraine sagen? Als Russe hatte er einen viel engeren, persönlicheren Bezug zu Russland als ich. Allein schon aus dem Grund, weil dort seine Verwandte und ArbeitskollegInnen lebten. Dort sind seine Eltern und sein Bruder beerdigt.
Eins weiß ich – in Deutschland fühlte Eugen sich angenommen und zu Hause. Hier hatte er neue Freundschaften geschlossen, scheute es nie, Deutsch zu reden und Gespräche über verschiedene, manchmal schwierige, Themen zu führen, auch wenn er die Sprache nicht perfekt beherrschte. Schon wenige Monate nach unserer Ankunft hatte er einen Job gefunden, zwar nicht in seinem Beruf als Lehrer, sondern als einfacher Fabrikarbeiter, aber die Arbeit befriedigte ihn und gab ihm das Gefühl, ein gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein.

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Patriotisch, pervers oder einfach nur hirnlos?

Es scheint, dass in Russland der „kommunistische Kult“ aus der Sowjetzeit durch einen anderen, einen militaristischen Kult, ersetzt worden ist, und man hat den Eindruck, es wird von Jahr zu Jahr heftiger.

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Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches, Social Media

Es macht mir Angst

Das russischsprachige Forum „Odnoklassniki“ (Mitschüler) hatte ich schon in meinem Blog erwähnt. In gewisser Weise ist es wie Facebook. Ich bin da auch angemeldet, ebenso wie viele meiner ehemaligen Mitschüler, Leute aus dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Einige leben in Deutschland, die anderen in Russland oder sonst wo auf der Welt. Obwohl ich schon mehrmals kurz davor war, die Mitgliedschaft zu beenden, habe ich es noch nicht getan. Es gibt da so viele Putin- und sogar Stalin-Anhänger, dass es manchmal nur noch widerlich ist. Gerade jetzt, in diesen schlimmen Zeiten, kristallisiert sich deutlich heraus, wer wer ist, und leider musste ich schon etliche Namen aus meinem Freundeskreis entfernen. Aber ich stehe auch im Kontakt mit Menschen, die ich sehr schätze, die kritisch das Geschehen in Russland sehen und sich nicht scheuen, ihre Meinung offen zu schreiben. Diese Menschen möchte ich dann doch nicht ohne Unterstützung lassen. Bedauerlicherweise sind wir in der Minderheit und ich gebe zu – das macht mir Angst. Was ist nur los mit der Welt?

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Veröffentlicht in Allgemein, Menschsein

Unfassbar

Seit zehn Tagen schon fühle ich mich innerlich wie gelähmt, hänge im Internet und verfolge das Geschehen. Mir fehlen die Worte. Dabei weiß ich, dass auch ich eine Stellungnahme abgeben muss, denn mein Leben ist tief verwurzelt mit dem Land, das jetzt einen Krieg führt – vor unser aller Augen, ohne Skrupel, eiskalt. Es ist unfassbar! Vor dem 24. Februar hatte ich noch gehofft, dass Putin nur Angst machen will und es nicht wagt, die Ukraine wirklich anzugreifen. Aber er hat es getan.

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Veröffentlicht in Menschsein, Social Media

Kommentar zu meinem Blogartikel

„Bin ich gegen die Demokratie?“

Heute ist zu meinem Blogbeitrag „Bin ich gegen die Demokratie?“ ein Kommentar aufgetaucht. Genehmigt habe ich ihn, aber natürlich mich auch gleich auf dem Blog des Verfassers umgesehen und – was soll ich sagen? – außer Querdenkergut und Menschenverachtung nichts Lesenswertes für mich entdeckt.
Den Kommentar hat der Autor auch als Blogartikel auf seiner Seite veröffentlicht: (https://politischeunkorrektheit.wordpress.com/2021/06/27/wer-ist-denn-ein-querdenker/). Darunter dann ich – ebenso meine Antwort gesetzt. Ich bin gespannt, ob er sie freischaltet.
Nun hier der Kommentar – in all‘ seiner „Originalität“ 😃 und meine Antwort darauf.

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Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches, Social Media

„Ich bin eine dreifache Regelbrecherin“ – Interview

Die Autorin Rosa Ananitschev im Gespräch über russlanddeutsche Literatur, persönliche Erfahrungen und Tabus in der russlanddeutschen Community:

„Ich bin eine dreifache Regelbrecherin“ – o[s]tklick – demokratisch antworten

Das Interview auch in russischer Sprache auf guru-art.com (übersetzt von Katharina Martin-Virolainen):

Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches, Träume

Vergebung

Die meisten meiner zahlreichen und bunten Träume lösen sich gleich nach dem Aufwachen wieder auf und geraten schnell in Vergessenheit. Manchmal aber erlebe ich im Traum etwas Außergewöhnliches, etwas, das mir Stoff zum Nachdenken gibt und mir für immer erhalten bleibt. So auch diesmal …

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Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches, Psyche

Das Alte von Neuem?

Dezember überstanden, wieder einmal. Der Januar und somit das Jahr 2021 nimmt seinen Lauf. Meine Stimmung hat sich gebessert. Bis zum nächsten Dezember oder bis zu irgendeinem Vorfall, der mich wieder aus der Bahn wirft. Da braucht es eigentlich nicht viel. Ich sage nur: Mein Kind. Meine Sorgen. Mein Sorgenkind. Das ist etwas, das ich nicht lösen kann, da hilft auch keine Therapie. Irgendwie muss ich allein einen Weg finden. Oder weiter mir selbst Angst machen, mich quälen …

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Veröffentlicht in Kurzgeschichten, Menschsein

Warum?

Ein Text über ein Thema, das in unserer Welt leider immer noch aktuell ist – auch in besinnlichen Weihnachtszeiten. Wird die Menschheit irgendwann zur Vernunft kommen und anfangen, ihren Planeten, das Leben zu schätzen und zu schützen? Ich habe da, ehrlich gesagt, wenig bis gar keine Hoffnung.

Geschrieben im August 2011 …

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Veröffentlicht in Menschsein, Persönliches

Du bist (m)ein Schatz

Du hast mich wieder beruhigt, mein lieber Sohn. Nach dem Telefonat mit dir geht es mir schon besser. Du kannst das anscheinend genauso gut, wie dein Vater es konnte. Egal, wie groß meine Sorgen waren, er hat es immer geschafft, mir die Schwere aus den Gedanken zu nehmen. Das war von Anfang an und bis zu seinem Tod so. Auch als wir schon nicht mehr zusammen waren, brauchte ich ihn nur anzurufen und ihm von meinem Problem zu erzählen – er fand jedes Mal die richtigen Worte für mich. Es war der Ton, wie er es gesagt hatte, das Zuversichtliche, das in seiner Stimme lag, die Besorgnis um mich … Vielleicht war es auch das Zusammenspiel von alledem plus eine andere Fähigkeit, die nur er besaß – ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass er dieses Einzigartige (unter anderen guten Eigenschaften) an dich weitergegeben hat.
Du bist ein Schatz – nicht nur für mich, deine Mutter, sondern auch für alle Menschen, die dich kennen und lieben, und – die du liebst.

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Alte Notiz oder Fragen ohne Antworten

Die untenstehenden Zeilen habe ich zwischen meinen alten Notizen gefunden. Wann habe ich sie geschrieben? Es ist sicher schon eine Weile her … Ich lasse sie einmal so im Raum stehen. Ohne Antworten. Aber mit der nagenden Erinnerung an das Gefühl von damals …

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Veröffentlicht in Brief, Menschsein, Persönliches

Über Gott und das Leben – Leserbrief

Wer kennt das nicht? Du suchst in den abgelegten Papieren nach einem bestimmten Schriftstück und entdeckst zufällig etwas anderes, was dich aufs Neue ins Grübeln bringt. So habe ich aus einer Schreibtisch-Schublade diesen Leserbrief hervorgezogen, verfasst von einer mir unbekannten Frau. Den Brief samt beigefügtem Geschenk hatte sie für mich in einer Bücherei abgegeben, wo ich 2016 eine Lesung hielt.

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Veröffentlicht in Literatur, Menschsein, Persönliches

Richtig gut!

Das Buch „Über Mut – Über Leben: Vom Opfer zum Helden“ ist auch an der Ostsee gut angekommen 🙂 .

Im Urlaub, am Strand, unter blauem Himmel scheint Gewalt, Mobbing, Missbrauch ganz weit weg, wie in einer anderen, bösen Welt. Aber es ist diese – unsere – Welt, die Welt der Menschen, und all das, worüber im Buch erzählt wird, passierte größtenteils auch in der Wirklichkeit. Und es wird weiter passieren, immer wieder. Menschen verletzen andere Menschen, misshandeln, missbrauchen und demütigen sie. Sich zur Wehr zu setzten, sich zu behaupten, sich Hilfe zu holen erfordert Mut, aber es ist der einzige Weg, der aus der Opferrolle herausführt, der dich stark und dein Leben wieder lebenswert macht.

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