Veröffentlicht in Menschlich, Persönliches, Social Media

Inspiriert durch Corona

Vor einiger Zeit riefen die Freunde der Stadtbücherei Lüdenscheid zu einem Schreibwettbewerb auf. Thema: „Erfahrungen mit der Corona-Pandemie“. Die Idee dazu kam von einer Lüdenscheiderin. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer übernahm die Schirmherrschaft über das Projekt. Nun sind einige Texte und sogar Gedichte zusammengekommen. Mit dabei auch ein Beitrag von mir: „Corona und die Diktatur“. Es ist mehr oder weniger eine Zusammenfassung meiner Gedanken, die ich schon in diesem Blog mit euch geteilt habe.
Die Textsammlung gibt es nur online. Ihr findet sie auf der Homepage:
Freunde der Stadtbuecherei Luedenscheid – Aktuelles

Oder direkt hier als PDF-Datei:

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Das Grab meiner Mutter

Es ist für mich inzwischen so selbstverständlich – mein Leben im Wohlstand, in der Demokratie. Und doch denke ich oft an vergangene Zeiten, daran, was für ein Glück (im Unglück) ich hatte, in Russland als Deutsche geboren zu sein. Sonst wäre meine Familie dem totalitären Regime wohl niemals entkommen.
Eigenartig, dass das Land mir erst im Nachhinein wie ein Albtraum vorkommt. Als ich noch dort lebte und keine Alternativen kannte, schien mir mein Leben normal zu sein.
Ich hatte zu arbeiten und meine Kinder zu versorgen, mich um meinen Mann zu kümmern und meine Freundschaften zu pflegen. Natürlich hatte ich reichlich Kummer, aber auch viele Glücksmomente.
Was der Sozialismus wirklich bedeutet, zeigte sich den Menschen erst in den letzten Jahren der Sowjetunion. Denn als das morsche System in sich zusammenbrach, erblickten wir die zahllosen Leichen im Keller. Die ganze Welt erschauderte angesichts der unmenschlichen Verbrechen an der eigenen Bevölkerung.

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Veröffentlicht in Autobiografie, Persönliches

Im Schatten

Alles, was in Deutschland nicht zu gebrauchen war, ließ ich in Russland zurück, nicht nur materielle Dinge, auch veraltete Lebenseinstellungen und einige Gewohnheiten im Alltag. Nur die Depression konnte ich nicht so einfach loswerden, sie blieb in meinen Schatten versteckt und sobald sie die erstbeste Gelegenheit bekam, trat sie hervor. Lange hatte sie nicht warten müssen, schon bei der Ankunft am 4. Dezember 1992 im Frankfurter Flughafen schlug sie erbarmungslos zu. Seitdem läuft sie zwar meistens nebenher, findet jedoch ab und an immer noch ein passendes Schlupfloch, um sich zu zeigen und mir den Weg zu erschweren.

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Veröffentlicht in Persönliches, Social Media

Bin ich gegen die Demokratie?

Immer wieder lese ich darüber, auch hier – bei WordPress – dass Angela Merkel und Co. uns in die Diktatur führen würden, dass sie sich das gar zum Ziel gemacht hätten. Bei Facebook sind manche Posts noch extremer. Dort wird die Impfung mit Mord gleichgestellt und Quarantäne mit dem KZ.

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Über die Diktatur

Was geht vor in der ganzen Welt und was passiert da gerade in Deutschland? Wir alle befinden uns in einem Ausnahme-Zustand, in einer Krise. Man kann sie Pandemie, man kann sie Covid-19, man kann sie Corona nennen – es ändert diesen Zustand nicht. Einige nennen sie jedoch: „Der Weg in die Diktatur“ und prophezeien – wir werden bald tief mittendrin sein. Wenn ich das höre und lese, dann stellen sich mir die Haare zu Berge und ich denke: „Wie jetzt – Diktatur überall, in allen Ländern? Oder nur in Deutschland?“ und: „Wisst ihr überhaupt, was eine Diktatur ist?“
Ja, wisst ihr das?

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Vor genau zwei Jahren erstellt

Präsentation mit Sway

Winter in zwei sehr unterschiedlichen Welten 🙂

Man erzählt, dass es auch in Deutschland mal den richtigen Winter gab. Früher … Vor vielen Jahren … Vor vielen, vielen vielleicht? Denn schon 1992, als ich im Dezember nach Deutschland kam, empfing mich diese Jahreszeit mit Plus-Temperaturen. Seitdem erlebe ich sie selten frostig und nie durchgehend unter Null und mit Schnee. So wie es sich im Winter eigentlich gehört.
Da war es doch in Sibirien ganz anders …
Oben auf die Überschrift oder unten auf den eingefügten Link klicken, scrollen, schauen und staunen 😉
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Winter in Lüdenscheid, 2016

Titelbild: Hemer 2016, winterliche Aussicht

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Positiv ist mehr

Mit positiven Gedanken der depressiven Stimmung entgegenwirken, auch wenn sie sich bereits nachts in deine Träume eingeschlichen hat? Ist das überhaupt möglich?
Um darauf zu antworten, will ich erst einmal eine Liste der guten Dinge zusammenstellen. Die Liste des Negativen darf allerdings dabei nicht fehlen.
Eins vorweg: Alle Beispiele und Vergleiche mit dem anderen Land betreffen die Zeit vor meiner Aussiedlung nach Deutschland. Darüber, wie es in Russland heute aussieht, will ich nicht spekulieren, dazu fehlt mir die eigene Erfahrung. Allerdings, demnach, was ich so alles im Netz lese, sehe und höre, wage ich zu bezweifeln, dass es wesentlich besser geworden ist.

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