Über die Antwort auf diese Frage muss ich nicht lange nachdenken; sie ist für mich eindeutig und endgültig. Ich möchte niemals wieder nach Omsk reisen – in jene Stadt, in der ich einst ein Leben führte, das mir heute fremd vorkommt, fast unbegreiflich erscheint. Mit diesem Ort sind erheblich mehr schlechte als gute Erinnerungen verbunden. Er sucht mich immer wieder heim, nachts, in meinen Träumen. Ich gehe durch Straßen, die mir bis ins Detail vertraut sind, folge alten Wegen, als hätte ich sie nie verlassen, und weiß: Es gibt kein Entkommen, keinen Ausgang aus diesem düsteren Labyrinth, keinen Weg zurück nach Deutschland. Dieses Gefühl der bedrückenden Ausweglosigkeit und der bodenlosen Ohnmacht ist unerträglich. Es versteht sich daher von selbst, wie glücklich ich bin, wenn ich erwache: in meinem Bett, in meiner Wohnung, in meiner Heimat – einer Heimat, die ich mir vor 33 Jahren neu geschaffen habe.
Die Frage „Warum?“ lässt sich ebenso leicht beantworten. Dazu schrieb ich bereits 2023 einen Beitrag, den ich hier anfüge:
Das reich illustrierte E-Book zu dieser mehr oder weniger abenteuerlichen Reise „Die Reise zurück: Wo ich einmal war“ könnt ihr immer noch als E-Book bei BookRix lesen.
Einen Download gibt es auch in „Rosas Buchshop“, ganz am Ende.
Allen, die neugierig auf diese Reise sind, wünsche ich viel Vergnügen. Es wird in jedem Fall eine interessante Lektüre sein – das verspreche ich.
Beitragsbild: Omsk im Jahr 2003.


Liebe Rosa, nach dem ich jetzt zwei deiner Bücher gelesen habe, kann ich sehr gut nachvollziehen, was du schreibst. Erst ein mal muss ich sagen, dass deine erste Lehrerin recht hatte, du schreibst wirklich sehr gut. Was du schreibst ist sehr heftig und nimmt einen mit ins Tal der Finsternis, aber auch des Lichts. Es ist bewundernswert, wie du deinen Weg gegangen bist und ich habe großen Respekt. Dann dir noch alles Gute in deiner neuen Heimat
Wolfgang
Danke dir, auch für deine Anerkennung❣️
Aber sehr gerne liebe Rosa.
Liebe Rosa,
Deine Alpträume sind sehr gut nachvollziehbar.
Ich wünsche Dir, dass diese schrecklichen Träume entschwinden mögen. Du hast wahre Heimat gefunden, dies mindestens im doppelten Sinn – in einem demokratischen Land und im Herzen Deiner Frau.
Ja, es gibt Orte, die auch ich nicht mehr betreten möchte. Ich möchte nie wieder in einer Akutambulanz eines Krankenhauses landen. Ich hoffe, das geht sich aus …
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende für Euch, C Stern
Diese Erfahrung mit der Notaufnahme im Krankenhaus hat meine Frau vor ein paar Wochen gemacht – ein richtig traumatisches Erlebnis für sie. Also kann ich Deine Abneigung gut nachvollziehen. Es geht ihr übrigens wieder gut. 😊
Dir auch noch einen schönen Sonntag. 💕