Der folgende Text stammt aus dem Buch „In der sibirischen Kälte“. Da er auch auf meiner Homepage veröffentlicht ist, möchte ich ihn hier ebenfalls zugänglich machen, leicht an heutige Verhältnisse angepasst. Im gewissen Sinne ist er die Fortsetzung meines vorangegangenen Beitrags „Nie wieder“.
Welchen Ort auf der Welt möchtest du niemals besuchen? Warum?
Über die Antwort auf diese Frage muss ich nicht lange nachdenken; sie ist für mich eindeutig und endgültig. Ich möchte niemals wieder nach Omsk reisen – in jene Stadt, in der ich einst ein Leben führte, das mir heute fremd vorkommt, fast unbegreiflich erscheint. Mit diesem Ort sind erheblich mehr schlechte als gute Erinnerungen verbunden. Er sucht mich immer wieder heim, nachts, in meinen Träumen. Ich gehe durch Straßen, die mir bis ins Detail vertraut sind, folge alten Wegen, als hätte ich sie nie verlassen, und weiß: Es gibt kein Entkommen, keinen Ausgang aus diesem düsteren Labyrinth, keinen Weg zurück nach Deutschland. Dieses Gefühl der bedrückenden Ausweglosigkeit und der bodenlosen Ohnmacht ist unerträglich. Es versteht sich daher von selbst, wie glücklich ich bin, wenn ich erwache: in meinem Bett, in meiner Wohnung, in meiner Heimat – einer Heimat, die ich mir vor 33 Jahren neu geschaffen habe.
Die Frage „Warum?“ lässt sich ebenso leicht beantworten. Dazu schrieb ich bereits 2023 einen Beitrag, den ich hier anfüge:
Das reich illustrierte E-Book zu dieser mehr oder weniger abenteuerlichen Reise „Die Reise zurück: Wo ich einmal war“ könnt ihr immer noch als E-Book bei BookRix lesen.
Nun habe ich bereits einige Übersetzungen im Blog veröffentlicht; weitere werden voraussichtlich hinzukommen. Da mir bewusst ist, dass diese Texte nur von russischsprachigen Menschen oder von Personen mit entsprechenden Kenntnissen gelesen werden können, poste ich zwischendurch (wie ihr sicher bemerkt habt) auch immer wieder Auszüge aus meinem Buch auf Deutsch. Hier folgen zwei Buchausschnitte (aus dem Kapitel „Momentaufnahmen“ / «Мгновения»).
Для сибирских яблочек подходит, действительно, только уменьшительная форма, хотя сортов их великое множество. Самые маленькие сравнимы с вишней, самые большие — с абрикосом или персиком, но каждый сорт имеет свой неповторимый вкус. Яблони росли в каждом саду, естественно, и в нашем тоже, и всё же особым приключением для деревенских детей, меня, в том числе, было тайком пробираться в охраняемый колхозный сад. Там яблоки и вообще все фрукты казались намного вкуснее. Вполне понятно, если вспомнить выражение «запретные плоды»
Ich habe zwei alte Fotos, auf denen meine Mutter vielleicht fünfzehn Jahre alt ist und mein Vater ein junger Mann, von ChatGPT überarbeiten lassen. Die Frage ist: Sind es noch dieselben Menschen, oder hat die KI ihnen doch ein Stück ihres Wesens genommen? Jedenfalls staune ich darüber, wie lebendig sie mir entgegenschauen, auch wenn die „neuen“ Gesichter etwas schmaler wirken. Was meint ihr?