Der Verlust eines geliebten Menschen hinterlässt Spuren, die tiefer reichen, als wir es zunächst begreifen können.
„Angst“ weiterlesenMonat: Mai 2026
Mein Universum
Ausschnitt aus dem Buch „In der sibirischen Kälte“
Dieser Beitrag wurde ursprünglich am 15.2.2018 hier im Blog veröffentlicht.
Ich trete vorsichtig in einen dunklen, kühlen, weiten Raum ein, und bevor ich mich richtig umsehen kann, bin ich eins mit der Gestalt, die sich dort befindet. Es erschreckt mich nicht, denn ich weiß sofort: Diese Gestalt bin ich selbst, ich vor vielen Jahren.
„Mein Universum“ weiterlesenBis ans Ende der Welt
Wenn ich mir sage,
dass du verreist bist,
auf einer Mission,
dass du weit fort gegangen bist,
für eine lange, stille Zeit,
vielleicht
bis ans Ende der Welt,
oder weiter,
noch weiter hinaus,
an den Rand des Universums …
Wenn ich mir sage,
dass du irgendwo da draußen bist,
umgeben von guten Menschen, erfüllt
von Glück und Frieden,
dass du, obwohl so fern,
an uns denkst,
an jene, die dich lieben,
uns vermisst,
so tief,
wie wir dich vermissen …
Wenn ich mir das so sage,
dann spüre ich deine Nähe
und die Verbundenheit,
mein Schmerz wird ein wenig kleiner …
ein wenig.
Dann kann ich mir vorstellen,
dass du irgendwann zurückkommst
von deiner Mission,
dass wir dich eines Tages
wieder in die Arme schließen.
Ich bin bei euch
Wir waren gerade an Mikels Grab. Es ist immer noch mit Kränzen und Blumen übersät. Ich kann es kaum glauben, dass darunter, unter einer Erdschicht, mein Enkelkind liegt. Tot. Nie wieder wird er mir am Telefon sagen: „Hallo Oma! Wie geht es dir, was macht ihr heute Schönes?“ Nie mehr wird er Weihnachten mit uns am Tisch sitzen und uns sein Lächeln schenken.
„Ich bin bei euch“ weiterlesenDu fehlst
Es ist schwer, zurück zur Tagesordnung, zu gewöhnlichen Dingen des Alltags zu wechseln, einfach weiterzumachen. Nach dem tragischen Tod eines so geliebten Menschen ist nichts mehr wie es war. Jede Erinnerung an ihn schmerzt. Die Fotos an der Wand, auf denen Mikel und seine kleine, frisch eingeschulte Schwester fröhlich in die Kamera grinsen, ein anderes, das ihn selbst am ersten Schultag zeigt – man möchte sie lieber nicht ansehen.


