Der Verlust eines geliebten Menschen hinterlässt Spuren, die tiefer reichen, als wir es zunächst begreifen können.
In meiner Gefühlswelt und in meinen Gedanken hat sich etwas verschoben. Ich merke, dass ich anders geworden bin, ängstlicher, dass mich schon ein Schatten von Panik überfällt, wenn ich mein Sorgenkind, das allein lebt, nicht sofort erreichen kann. Dann male ich mir schlimme Bilder aus, so wie das früher war, und bin beinahe überzeugt, dass ihm etwas zugestoßen ist.
Nachts, wenn ich aus dem Schlaf auftauche, ertappe ich mich dabei, wie ich den Atem anhalte, um auch die leisesten Geräusche und Atemzüge meiner Frau wahrzunehmen. Dieses Lauschen gab es schon immer, doch in letzter Zeit hat es zugenommen.
Da ist dieses Bangen im Herzen, das sich nicht vertreiben lässt – die Furcht, dass erneut etwas geschieht, was mich unvorbereitet trifft. Dabei denke ich kaum an mich selbst, sondern vielmehr an die Menschen, die mir am nächsten stehen. Ich frage mich, ob das Schicksal wieder zuschlagen könnte, in einem Moment, in dem ich am wenigsten damit rechne. Ob es morgen sein wird, übermorgen, oder vielleicht sogar schon heute.
Die Ungewissheit macht mir Angst.
Beitragsbild von Chen auf Pixabay.


Deine Befürchtungen sind sehr verständlich nach einem solch schockierenden Erlebnis!
Das zeigt, wie sehr und wie existenziell Dich der Verlust geschmerzt hat. Eine üble Phase.
Ich hoffe, Du kommst da bald wieder ein bisschen raus aus diesem Gefühl von Ungewissheit und Bangen. Ich wünsche Dir wieder ein bisschen Boden unter den Füßen und Frieden im Herzen. Das wünsche ich Dir auch von Herzen.
🙂💛
Liebe Rosa,
ich kann so gut mit dir mitfühlen.
Das Leben hinterlässt Spuren in unserer Seele, unserem Herzen.
Ich wünsche dir und deinen Lieben, alles Wunderbare, Segen.
Kann ich sehr gut verstehen und vom empfinden her auch nachvollziehen, liebe Rosa!
Verlustängste sind eine natürliche Reaktion auf die Ungewissheit des Lebens und den Schmerz, den das Loslassen mit sich bringt und der Gedanke „alles hat und braucht seine Zeit“ spendet vielleicht etwas Trost. Denn er erinnert daran und macht etwas Hoffnung, dass Phasen der Veränderung und des Schmerzes irgendwann vorübergehen…🌈🥀🫂
Liebe Rosa,
ich verstehe deine durch Verlust und Trauer ausgelöste Angst nur zu gut.
Es ist nie einfach einen geliebten Menschen zu verlieren. Aber wenn es auch noch so plötzlich passiert, wie bei deinem Enkel, dann ist es schwer nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Ich wünsche dir die Kraft, diese schwierige Zeit durchzustehen. Und das es dir bald wieder zumindest etwas besser geht.
Ganz liebe Grüße
Trude