Veröffentlicht in Persönliches, Reise

Nie wieder

Täglicher Schreibanreiz
Welchen Ort auf der Welt möchtest du niemals besuchen? Warum?

Veröffentlicht in Autobiografie, Diktatur, Memorial, Persönliches

Das Grab meiner Mutter

Es ist für mich inzwischen so selbstverständlich – mein Leben im Wohlstand, in der Demokratie. Und doch denke ich oft an vergangene Zeiten, daran, was für ein Glück (im Unglück) ich hatte, in Russland als Deutsche geboren zu sein. Sonst wäre meine Familie dem totalitären Regime wohl niemals entkommen.

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Veröffentlicht in Drabble

Nachts

Drabble

Ihre Angst ist groß. Wird er sie wieder heimsuchen, so wie er es fast jede Nacht tat? Nur selten entkam sie ihm. Wenn es ihr manchmal gelang, ihn abzuwehren, konnte es passieren, dass er sie am helllichten Tag, in einem Moment ihrer Unachtsamkeit, doch noch erwischte.
Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie angestrengt in die Dunkelheit. Nur wachsam bleiben, konzentriert – dann würde sie merken, wenn er kommt. Dann würde sie eine Chance haben, seinen Fesseln zu entfliehen. Eine Chance zu siegen.
All ihre Mühe ist jedoch vergebens.
Der Schlaf übermannt sie und befördert sie erbarmungslos in die Klauen ihres Albtraums.


Das war’s auch schon – das vierte und letzte Drabble … Vorerst. Man kann nie wissen, was noch kommt …😉

Ein Drabble ist eine pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern besteht.
Die Überschrift wird nicht mitgezählt.

Veröffentlicht in Kurzgeschichten, Menschsein

Du bist frei!

In dieser Geschichte geht es um die Transsexualität. Es sind Worte einer Mutter an ihr schon erwachsenes Kind. Dabei spielt es keine Rolle, ob an eine Transtochter oder einen Transsohn. Wichtig ist, dem Kind wird signalisiert, dass es nicht allein ist. Das Kind wird von seiner Mutter so akzeptiert und geliebt, wie es ist, bekommt Unterstützung und Ermutigung in seinen Entscheidungen.

* * *

„Im eigenen Körper und im Leben gefangen, erwartet mich nichts mehr auf dieser Welt.“
Dieser Satz, ruhig, wie eine längst beschlossene Sache ausgesprochen, traf sie mitten ins Herz …

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Veröffentlicht in Autobiografie, Persönliches, Psyche

Die Geschichte (m)einer Depression

Das Thema Depression kommt immer wieder in meinen Texten vor, und trotzdem fehlen mir für die Beschreibung dieser grauen Hexe oft die passenden Worte. Ja, für mich ist sie eine graue Hexe und dazu auch noch mit vielen Gesichtern. Es kann ein hämisch grinsendes, ein Panik einjagendes, ein aus der Ferne beobachtendes, es kann aber auch ein gleichgültiges und nichtssagendes Gesicht sein, aber es ist stets dunkel, farblos und hässlich. Mit einem Wort – grauenvoll.

Sie nahm von mir Besitz, als ich etwa fünf Jahre alt war. Vielleicht war sogar die folgende Episode, die ich noch gut in Erinnerung habe, der Moment, in dem sie sich mir zum ersten Mal zeigte.

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