Wir haben es wieder getan: meine Urheimat Bad Sooden-Allendorf besucht, wenn auch nur übers Wochenende. Eine kleine Auszeit aus dem Alltag, die der Seele ausgesprochen gut getan hat. Dieser Ort hat eine ganz eigene Wirkung auf mich. Dort fühle ich mich zu Hause. Warum, darüber habe ich in früheren Beiträgen schon geschrieben, also erspare ich euch Wiederholungen. Ein paar Bilder folgen trotzdem gleich. Die Motive sind allerdings nicht neu, bloß aus einem anderen Blickwinkel eingefangen.
„Ein Wochenende, zwei Selfies und zwei Rosas“ weiterlesenSchlagwort: Heimat
Aus Sibirien ins Sauerland
Heimat: Was verbinde ich mit diesem Wort?
Der folgende Text stammt aus dem Buch „In der sibirischen Kälte“. Da er auch auf meiner Homepage veröffentlicht ist, möchte ich ihn hier ebenfalls zugänglich machen, leicht an heutige Verhältnisse angepasst.
Im gewissen Sinne ist er die Fortsetzung meines vorangegangenen Beitrags „Nie wieder“.
„Aus Sibirien ins Sauerland“ weiterlesen
Nie wieder
Über die Antwort auf diese Frage muss ich nicht lange nachdenken; sie ist für mich eindeutig und endgültig. Ich möchte niemals wieder nach Omsk reisen – in jene Stadt, in der ich einst ein Leben führte, das mir heute fremd vorkommt, fast unbegreiflich erscheint. Mit diesem Ort sind erheblich mehr schlechte als gute Erinnerungen verbunden. Er sucht mich immer wieder heim, nachts, in meinen Träumen. Ich gehe durch Straßen, die mir bis ins Detail vertraut sind, folge alten Wegen, als hätte ich sie nie verlassen, und weiß: Es gibt kein Entkommen, keinen Ausgang aus diesem düsteren Labyrinth, keinen Weg zurück nach Deutschland. Dieses Gefühl der bedrückenden Ausweglosigkeit und der bodenlosen Ohnmacht ist unerträglich. Es versteht sich daher von selbst, wie glücklich ich bin, wenn ich erwache: in meinem Bett, in meiner Wohnung, in meiner Heimat – einer Heimat, die ich mir vor 33 Jahren neu geschaffen habe.
Die Frage „Warum?“ lässt sich ebenso leicht beantworten. Dazu schrieb ich bereits 2023 einen Beitrag, den ich hier anfüge:
Das reich illustrierte E-Book zu dieser mehr oder weniger abenteuerlichen Reise „Die Reise zurück: Wo ich einmal war“ könnt ihr immer noch als E-Book bei BookRix lesen.
Einen Download gibt es auch in „Rosas Buchshop“, ganz am Ende.
Allen, die neugierig auf diese Reise sind, wünsche ich viel Vergnügen. Es wird in jedem Fall eine interessante Lektüre sein – das verspreche ich.
Beitragsbild: Omsk im Jahr 2003.
Meine Urheimat
Bad Sooden-Allendorf … diesen Ort erkläre ich hiermit zu meiner Urheimat. Das klingt ein wenig pathetisch, ich weiß. Doch schon bei meinem ersten Besuch im Sommer 2021 habe ich diese alte Stadt in Hessen ins Herz geschlossen und dort verankert – als meine verlorene und wiedergefundene Heimat. Es ist so, als ob mein Herz die Fühler ausgestreckt, seine Wurzeln in diesem Ort ertastet und sich damit verbunden hätte. Auch das klingt pathetisch – aber ich kann dieses eigenartige, innige Empfinden kaum anders ausdrücken.
„Meine Urheimat“ weiterlesen„Sehnsucht nach Heimat“
Der neue Almanach der Deutschen aus Russland ist da und mein Buchshop hat sich somit um ein Buch erweitert. Ich freue mich, auch dieses Mal mit meinem Beitrag: „Die Abwehr“ dabei sein zu dürfen.
„Das Buch aus der Reihe Literaturblätter der Deutschen aus Russland (Almanach 2023/2024) versammelt vorwiegend Texte von Autorinnen und Autoren, die im Spannungsfeld zwischen der deutschen und der russischen Kultur sozialisiert worden sind. Die Texte spiegeln die Vielfalt menschlicher Erfahrungen wider und drücken die Sehnsucht nach Heimat, Familie und einem sicheren, friedlichen Zuhause aus. Aspekte wie Fremdsein, Identitäts- und Heimatverlust beziehungsweise die Suche nach einer neuen Heimat sind in unserer von Migration geprägten Gegenwart aktueller denn je. Aufgrund ihrer wechselhaften und zum großen Teil tragischen Geschichte haben die Deutschen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion einen besonderen Bezug zu diesen Themen entwickelt. Das Gefühl, immerzu DAZWISCHEN zu stehen, sich irgendwo im Niemandsland zu befinden, war prägend auch für frühere Generationen sowjet- und russlanddeutscher Autorinnen und Autoren.
In diesem Buch erwartet Sie eine bunte Mischung literarischer Formen und Blickwinkel. Zum Teil stammen die Beiträge von bereits etablieren Autorinnen und Autoren, zum Teil sind es Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die auf detaillierte Art und Weise ihre Erinnerungen aus den letzten Jahrzehnten
festhalten. Überzeugen Sie sich selbst. Lauschen Sie den literarischen Stimmen aus dem Niemandsland!
Liste der Autorinnen und Autoren, die in diesem Band vertreten sind (nicht alphabetisch): Julia-Maria Warkentin, Irene Langemann, Wendelin Mangold, Eugenia Mantay, Elisabeth Schermuly, Heinrich Rahn, Inga Kess, Katharina Peters, Alexander Weiz, Elisabeth Steer, Andreas A. Peters, Helena Goldt, Max Schatz, Sergej Tenjatnikow, Rosa Kordan, Artur Rosenstern, Lydia Galochkina, Melitta L. Roth, Helene Rahn, Carola Jürchott, Mila Dümichen, Rosa Ananitschev, Ilona Walger, Viktor Krieger und Irene Kreker.“

Hrsg. Artur Böpple in Kooperation mit dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland und dem BKDR. Redaktion: Carola Jürchott, Melitta L. Roth, Martina Leon und Artur Böpple.
Literaturalmanach 2023/2024, ISBN 978-3-948589-48-6
Softcover, 280 S., Preis: 14,00 €

