Veröffentlicht in Autobiografie, Persönliches

Strudel und anderes

18. Was war Ihr Lieblingsgericht und was gab es besonders oft bei Ihnen zu Hause?
19. Welches Gericht mochten Sie als Kind gar nicht?

Bei Kindern ist das Schmecken viel intensiver, als bei Erwachsenen. Sie müssen erst einmal lernen zu unterscheiden, was gut, was schlecht und was gar nicht essbar ist. Ich denke, ebenso stärker empfinden Kinder den Hunger. Ich hatte jedenfalls oft Hunger, dann knurrte und nagte es unangenehm in meinem Magen. Das heißt aber nicht, dass ich zu wenig zu essen bekam. Ich hatte schon genug, auch wenn es einfache Gerichte waren.

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Veröffentlicht in Autobiografie, Persönliches

Schönes und weniger Schönes

Und weiter gehts …

Fragen und Antworten, 10 – 12

10. Was war die schönste Erinnerung?

Gewiss habe ich nicht nur Schlimmes und Negatives in meiner Kindheit erlebt, sondern auch viel Freude und Glücksmomente gehabt. Aber was war am schönsten? …
Mein erstes Buch, dass mich sofort in seinen Bann gezogen hat? Schwimmen im Baggersee? Erdbeeren und Pilze im Wald sammeln? Die Fahrten mit den Eltern im Elektrozug (wie riesig der mir vorkam!) in die große Stadt, wo alles so ungewöhnlich und aufregend gewesen war? Das Ende der Winterzeit und wie ich den Jahreswechsel empfunden habe? … Ja, das Letzteres ist etwas, worüber ich gern ausführlicher erzählen möchte.

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Veröffentlicht in Autobiografie, Blogparade

Die Reise nach Sibirien oder Verbotene Früchte

Beitrag zur Blogparade des Q5-Blogs zum Thema: Echt jetzt? Das hätte ich nicht von dir gedacht!

Julia sitzt am Fenster mit einem Buch in der Hand. Ab und zu schaut sie seufzend nach draußen. Es regnet schon seit zwei Stunden – und wie! Immer wieder wirft der Wind laut prasselnde Regenschauer an die Glasscheibe, sodass Julia jedes Mal unwillkürlich zusammenzuckt. Sie seufzt, schlägt das Buch zu und wendet sich an ihre Oma, die es sich in dem Ohrensessel gemütlich gemacht hat und ebenso ein Buch liest.
„Mir ist langweilig.“
Die Großmutter legt ihre Lektüre zur Seite und sieht ihre Enkeltochter an. „Der Regen hört bestimmt bald auf.“ Dann fügt sie nachdenklich hinzu: „Weißt du was – wir könnten ja in der Zeit eine kleine Reise machen.“

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Veröffentlicht in Autobiografie, Literatur

Rosa Ananitschev: Andersrum

Making of

Es sollte eine Kurzgeschichte zu einem Bild werden … eines, auf dem ein kleines Mädchen eine riesige, in die Erde eingepflanzte, leuchtende Glühbirne bestaunt. Eine Mischung aus Fantasie und eigenen Kindheitserlebnissen – zunächst als abgeschlossene Geschichte auf einer Internetplattform.
Im Mittelpunkt steht die kleine Lisa, ein Kind, das in einem sibirischen Dorf aufwächst und Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen Fremden macht. Der Fremde will Lisas sehnlichsten Wunsch erfüllen und sie von ihrer Traurigkeit und den Albträumen befreien.
Das kleine Mädchen wuchs mir von Anfang an ans Herz und als ich die fünf Begriffe „Frühlingsbote, Berggipfel, rote Stiefel, Kieselstein, Suppe“ als Vorgabe für eine neue Kurzgeschichte vor Augen hatte, sprangen mich die ‚roten Stiefel‘ förmlich an. 

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