Dieser Text, ursprünglich mit der Überschrift „Gedanken zur späten Stunde“, stammt aus meiner alten Schreibwerkstattmappe. Als ich ihn las, dachte ich, wenn ich ihn etwas überarbeiten und anpassen würde, könnte er vielleicht noch lesenswert sein. Jetzt frage ich mich allerdings, was ich damit eigentlich sagen wollte, damals, vor mehr als 30 Jahren. Hm …
„Gedanken – gute und weniger gute“ weiterlesenSchlagwort: Zeit
Ohne Aussprache
Die meisten Leserinnen und Leser dieses Blogs kennen, wenn auch nur grob, meine familiären Verhältnisse. Nach der Veröffentlichung meines autobiografischen Buches haben sich einige Familienmitglieder, darunter zwei meiner Geschwister, von mir distanziert. Ich wurde sozusagen aus der Verwandtschaftsliste gestrichen.
„Ohne Aussprache“ weiterlesenWas machst du dann?
Diese Zeilen habe ich in meinen Notizen entdeckt – geschrieben vor genau sieben Jahren, am 17. Februar 2019. Man könnte sie fast als Prosagedicht durchgehen lassen, oder? Jedenfalls habe ich sie vorsichtshalber in ein Vers‑Widget gepackt. 😉
„Was machst du dann?“ weiterlesenAneta
Mit meiner Schwester Aneta, die in Berlin im Pflegeheim lebt, telefoniere ich jeden Tag, oft sogar mehrmals am Tag. Letzte Zeit ist das etwas schwieriger geworden. Ich weiß nicht, ob es an beginnender Demenz liegt oder vielleicht etwas anderem, aber sie hat es fast vollständig verlernt, mit dem Telefon umzugehen, und schafft es noch gerade so, ihren Sohn, mich oder die anderen Geschwister anzurufen. Immer wieder beklagt sie sich über das „blöde Smartphone“, das, wie sie meint, nicht mehr richtig funktioniert oder gar kaputt ist. Wenn ich versuche, ihr beizubringen, wie dies und jenes geht, was sie machen soll, versteht sie es nicht oder macht es falsch. Sie hat im Zimmer auch ein Festnetztelefon, aber die Nummer darauf zu wählen, ist für sie, glaube ich, noch komplizierter. Erstens hat sie Probleme, die gewünschte Nummer aus ihrem Notizbuch herauszusuchen, zweitens – falls sie sich verdrückt, weiß sie nicht mehr weiter, nicht einmal, dass sie dann den Hörer auflegen, wieder aufnehmen und von vorn anfangen muss.
„Aneta“ weiterlesenKeine Angst. Oder etwa doch?
Der Februar ist für dieses Jahr restlos vorbei. Erledigt. Verlebt. Aber war gestern nicht erst Anfang Januar? … Die Zeit rast und je älter wir werden, desto schneller ist sie, wie es scheint. Aber wem erzähle ich das? Obwohl – die Jüngeren empfinden das vielleicht nicht so extrem. Sie sind mit der Gestaltung ihres Lebens, mit Familiengründung beschäftigt, haben üblicherweise viel mehr zu tun als die Älteren, und trotzdem läuft ihre Zeit im „normalen“ Tempo. Weil sie (gefühlsmäßig) noch jede Menge davon vor sich haben?
„Keine Angst. Oder etwa doch?“ weiterlesen

