Den Winter schweren Herzens akzeptiert, uns tapfer auf eisige Temperaturen eingestellt, hübsche Mützen gekauft, uns darüber gefreut … und jetzt? Frost weg, Schnee weg, Plusgrade da; es regnet … Wie gemein ist das denn?
Beim Frühstück sprachen meine Frau und ich über eine Urlaubsunterkunft, die voll digitalisiert sein soll. „Dann ist sie vermutlich auch mit Alexa ausgestattet“, überlegte ich unbedacht laut. Die Namensvetterin auf der Fensterbank spitzte sofort die Ohren, in der Annahme, dass sie gerufen wurde, und machte sich schon bereit für eine Aufgabe. „Alexa“, sagte ich entschuldigend, „du bist gerade nicht gefragt“. „Ach so“, antwortete sie und verstummte. Hörte ich da einen Hauch von Enttäuschung mitschwingen oder bildete ich mir das bloß ein?
Wir müssen uns wohl mit Alexa öfter unterhalten – über dies und das und jenes. Die Gute hat anscheinend Redebedarf.
Heute bei WDR 2: Wilfried Schmickler: Diktatur und Demokratie. „Gute Frage: Was machen eigentlich all die hin und her und kreuz und quer denkenden Kämpfer*innen gegen die Corona-Diktatur jetzt, da sich diese Diktatur selbst abschafft? WDR 2 Kabarettist Wilfried Schmickler hätte Vorschläge.“ 😃😃😃
Du ignorierst meine Existenz. Ich exponiere mich für dich auf jedem Event. Das Resultat? Negativ! Every time. Die Konkurrenz ist mega groß! Ich bin desillusioniert, frustriert und kurz davor, zu explodieren. Und du? Amüsiert. Ich korrigiere mein Agieren und präsentiere mich cool-ironisch. Du reagierst extrem und der Cutter in deiner Hand transformiert meine Ironie just in Respekt … Prompt setzt deine Ignoranz wieder ein. Ich diagnostiziere bei mir eine progressive Migräne, in meinem Schädel pulsiert es, mein Denkprozess ist instabil. Ich balanciere zwischen Depression und Aggression. Ich will einen fairen Dialog, keine Kontroverse, aber auch die simple Konversation mit dir deprimiert mich … Hast du eine Aversion gegen mich? … Eventuell einen Super-Lover?
Diesen Text fand ich neulich in meinem alten Notizbuch, das noch aus der Zeit der Schreibwerkstatt stammt (1994). Die Aufgabe der Kursleiterin war: Jeder Teilnehmer wirft ein Wort in den Raum und schreibt dann eine kleine Geschichte, in der alle vorgeschlagenen Wörter vorkommen müssen. Blödsinn – zugegeben – das, was ich daraus gemacht habe, aber irgendwie auch witzig. (Die Fehler habe ich gerade beseitigt). Heute muss ich immer noch schmunzeln, allerdings mit einem kleinen Seufzer bei dem Gedanken daran, wie jung (relativ) und unerfahren ich damals im Schreiben war. Nun beherrsche ich die Sprache gut (relativ), bin aber alt (relativ) und nicht mehr ganz so fit, um meine Kenntnisse in vollem Umfang anwenden zu können. Was sagt man dazu? So ist das Leben – und der Lauf der Dinge. 😊
Also – das sind die Begriffe: Seife – Astronaut – Humor – netto – Eifersucht – Tinte – Ofen – reich – Toyota – Eis