Heute einmal andersherum: eine (durch KI unterstützte) Übersetzung aus dem Russischen ins Deutsche. Quelle: https://bessmertnybarak.ru/article/spasibo_tovarischu_stalinu/
„„Danke dem Genossen Stalin für unsere glückliche Kindheit!“ oder „Momashore eg tiliani““ weiterlesenKategorie: Übersetzung
Das Leben – wie ein Zuschnitt …
Freie Übersetzung / Interpretation
Eine Freundin bat mich, ein russisches Gedicht zu übersetzen. Eins zu eins ist es mir nicht gelungen, aber diese freie Übersetzung kann sich nach Ellas Meinung (und meiner auch) gut sehen lassen. 😉
Жизнь — лоскутик мерный,
больше — ни на нить,
раскроишь неверно —
некого винить.
И когда топорщит —
сам тому виной,
сам себе — закройщик,
сам себе — портной...
Евгений Израильский
Das Leben – wie ein Zuschnitt,
Grenzen abgesteckt.
Setzt du die Schere falsch an –
wird es nicht perfekt.
Schlägt es Falten, zieht und zwickt –
ist es fehlerhaft.
Dann hast du es verschnitten,
den Meister nicht geschafft.
Rosa Ananitschev
nach Jewgenij Israilskij
Nicht im Krieg, nicht in der Dürrezeit …
(aus dem Russischen)
Winter 1932–1933 in Rostow am Don. Ich bin sieben Jahre alt. Immer öfter höre ich das Wort Hunger. Es gibt auch andere neue Wörter: Essensmarke, Bons, Torgsin*. Torgsin ist für mich so etwas wie ein Märchen, ein Schlaraffenland. Mama bringt ihren Ring und ein paar silberne Löffel dorthin. Ich stehe am Schaufenster und sehe Würstchen, schwarzen Kaviar, Süßigkeiten, Schokolade, Törtchen. Ich verlange nicht danach – verstehe ich doch sehr gut, dass meine Mutter das nicht kaufen kann. Aber ich bekomme etwas Reis und ein Stückchen Butter.
„Nicht im Krieg, nicht in der Dürrezeit …“ weiterlesenIm Januar 1938
Die Waffen in den Händen der kühnen Tschekisten, mit denen nicht nur Männer, auch Frauen, Kinder und alte Menschen getötet wurden, kühlten keinen Tag lang ab. Die Vollstrecker, treu dem „Führer aller Nationen“, hatten sie dauernd im Gebrauch. Jeder dieser Tage hat sich für immer als blutiger Fleck in die Geschichte Russlands eingebrannt.
„Im Januar 1938“ weiterlesenZum Thema Diktatur – Mischas Verbrechen
Diesen Beitrag schrieb ich vor fast genau drei Jahren und heute möchte ich ihn noch einmal veröffentlichen – aus aktuellem Anlass.
In Gedenken an alle, die in den Zeiten des kommunistischen Terrors und unter Stalins Regime leiden und sterben mussten.
Übersetzung (von mir) aus dem Russischen und Fotos – mit freundlicher Genehmigung von Andrej Schalajew – dem Gründer und Betreiber der russischen Internet-Plattform Bessmertny Barak
Wir wissen nicht viel über das Leben von Mischa Schamonin, nur – wie es zu Ende ging. Er war ein Straßenkind und dreizehn Jahre alt, als er am 4. Dezember 1937 in Hungersnot zwei Brotlaibe stahl. Dabei wurde er erwischt und der Miliz übergeben. Es passierte in einem Laden, also war es Unterschlagung von Staatseigentum und somit ein besonders schweres Verbrechen. Kinder zu töten, erlaubte Stalin schon 1935, indem er die Anwendung des höchsten Maßes an Sozialschutz – die Erschießung – ab dem zwölften Lebensjahr legalisiert hatte.
„Zum Thema Diktatur – Mischas Verbrechen“ weiterlesen

