Es gibt Wochen, die sind lange vorbereitet, und doch entfalten sie erst im Erleben ihre ganze Tiefe. Die Kampagnenwoche „Worte statt Wunden – Gemeinsam gegen Häusliche Gewalt“ war für mich genau eine solche Woche. Eine Woche des Hinschauens, des Ansprechens, des Handelns und vor allem eine Woche der Begegnungen.
Erst nachdem man sich mit dem Thema Kindermissbrauch auseinandergesetzt hat, wird man sich der wahren Ausmaße dieses abscheulichsten aller Verbrechen bewusst und fühlt sich einer schwarzen, bodenlosen Ohnmacht nahe.
Weshalb diese Wiederveröffentlichung von 2020? Ja, entstanden ist der Text – nicht ohne Grund – schon 2011. Was hat sich seitdem positiv entwickelt? Nichts. Mehr noch – die Lage hat sich erheblich verschlechtert, und zwar überall auf der Welt. Aber besser, als damals im Jahr 2011, kann ich meine Sorge auch heute nicht ausdrücken. Sogar die Medienzusammenstellung ist immer noch stimmig.
Es hat mich wieder in seiner Gewalt – das Unheimliche, das nicht Greifbare – schon seit Samstagmorgen. Diesmal dauert es viel länger als sonst. Gedanken- und Bilderfragmente ploppen aus meinem Unterbewusstsein (oder wo auch immer sie herkommen) auf. Noch bevor ich etwas fassen, verstehen oder „ansehen“ kann, entziehen sie sich meinem Verstand, flüchten vor mir. Hin und wieder überflutet mich ein ganzer Schwarm davon und löst jedes Mal einen heftigen, heißen Schwindelanfall aus. Das alles fühlt sich äußerst befremdlich an, ist zermürbend und macht mir Angst. Ich will, dass es endlich aufhört! Aber mich dagegen wehren kann ich nicht, ich kann nur warten, bis diese Schnipsel, Fetzen und Splitter wieder untertauchen und der Sturm in meinem Kopf sich legt.
Folgender Button führt zu einem früheren Blogartikel von mir (erklärend zum Thema):