Wenn ich mir sage,
dass du verreist bist,
auf einer Mission,
dass du weit fort gegangen bist,
für eine lange, stille Zeit,
vielleicht
bis ans Ende der Welt,
oder weiter,
noch weiter hinaus,
an den Rand des Universums …
Wenn ich mir sage,
dass du irgendwo da draußen bist,
umgeben von guten Menschen, erfüllt
von Glück und Frieden,
dass du, obwohl so fern,
an uns denkst,
an jene, die dich lieben,
uns vermisst,
so tief,
wie wir dich vermissen …
Wenn ich mir das so sage,
dann spüre ich deine Nähe
und die Verbundenheit,
mein Schmerz wird ein wenig kleiner …
ein wenig.
Dann kann ich mir vorstellen,
dass du irgendwann zurückkommst
von deiner Mission,
dass wir dich eines Tages
wieder in die Arme schließen.
Schlagwort: Verbundenheit
Schwarz
Vielleicht wundert ihr euch, angesichts des Beitragstitels und des Bildes, vielleicht wissen es manche von euch bereits, andere ahnen es, aber so fühlen wir uns – als wären wir in ein schwarzes, bodenloses Loch gestürzt. Es ist unfassbar, für alle, die Mikel kennen und lieben gelernt haben. Mein Enkelsohn, der wunderbarste Mensch der Welt, ist nicht mehr da. Von einem Moment auf den anderen hat das Schicksal ihn uns genommen, für immer. Es gibt keinen Trost, nichts, was diesen unendlichen Schmerz lindern könnte.
„Schwarz“ weiterlesenFür Ida
In Gedenken an meine Schwester Ida. Sie starb am 29. September 2017.
Meine liebe Schwester, es tut mir unendlich leid, dass ich diese Zeilen erst jetzt schreibe und Du sie nicht mehr lesen kannst. Auch in meinem Buch habe ich Dich nur am Rande erwähnt, obwohl mich mit Dir doch so vieles verbindet. Und es tut mir leid, dass wir in den letzten Jahren Deines Lebens außer gelegentlichem Telefonieren keinen regelmäßigen Kontakt hatten. Wie so oft, wird es einem bewusst, was man alles versäumt hat, erst dann, wenn es zu spät ist.
Sieben Geschwister
Die nächsten Fragen zu meiner Biografie.
Fragen und Antworten, 5 – 6
5. Haben Sie Geschwister? 6. Wie groß war Ihre Familie und als wievieltes Kind wurden Sie geboren?
Ida und Jakob Schütz hatten sieben Kinder: Lilli, Ewald, Aneta, Ida, Jakob, Rosa, Erna. Ich kam als vorletztes Kind zur Welt. Drei Jahre nach mir wurde Erna geboren, da war unsere Mutter schon 44 Jahre alt. An das Zusammenleben mit Lilli und Ewald kann ich mich nicht mehr erinnern – sie verließen das Elternhaus, als ich noch klein war. Auch an Aneta habe ich wenige (dafür aber kostbare) Erinnerungen; sie ging ebenso weg, sobald sie die Volljährigkeit erreicht hatte. Im Grunde „flogen“ wir alle aus dem Nest, so früh wie es nur möglich war – ich sogar schon mit 17.
„Sieben Geschwister“ weiterlesenWer bist du?
Dieser Text ist 1995 in der Schreibwerkstatt entstanden. Er berührt mich beim Lesen immer wieder aufs Neue, steckt in ihm doch so viel, damals schon Geahntes sowie Ungeahntes.
„Wer bist du?“ weiterlesen

