Dieses Mal geht es um bewegte Bilder, YouTube, bibliothekarische Auskunft und Flechtfrisuren.
Eigene Kenntnisse über Flechtfrisuren kann ich leider nicht vorweisen. 😉 Ich hatte einmal Zöpfe, als ich noch ein Schulkind war. Eine Katastrophe für die kleine Rosa, denn ich kam mit meinem Haar nur schlecht zurecht – und auch meine Mutter hatte wenig Ahnung. Da ich eines von fünf Mädchen in der Familie war, hätte sie eigentlich Erfahrung darin haben müssen. Es hat sie wohl nicht sonderlich interessiert, wie es auf den Köpfen ihrer Töchter aussah. Hauptsache, die Haare hielten zusammen, ordentlich nach hinten gekämmt; und wehe, ein Pony kam zum Vorschein! Das war bei den Baptisten nicht erlaubt, ebenso wie alles andere, was damals modisch war.
Später, ich glaube in der fünften Klasse, habe ich mir dann doch einen Pony gezaubert. Mama weinte wegen meiner Ungehorsamkeit, aber das Pony durfte bleiben. In der zehnten Klasse ließ ich mir die Haare kurz schneiden und beendete damit mein persönliches „Haar-Elend“ ein für alle Mal. Meine Mutter war zu dieser Zeit schon schwer krank; die Frisuren ihrer Töchter schienen ihr nicht mehr wichtig gewesen zu sein.
Wer mich heute kennt, kann sich kaum vorstellen, wie ich mit langen Haaren aussehen würde – und noch weniger mit Zöpfen. 😃 Aber ich habe eine Enkeltochter, die morgen zehn Jahre alt wird, und sie würde ihre langen blonden Haare für nichts auf der Welt abschneiden lassen. Ihre Mama kann wunderbar mit Julias Haaren umgehen und hat viele Tipps und Tricks auf Lager. Das Mädchen ist allerdings so selbstbewusst, dass es meistens genau weiß, was es will, und sich die Haare inzwischen oft selbst stylen kann.
Ich habe mir also vorgestellt, sie käme in der Bücherei auf mich zu und fragte nach Büchern über Flechtfrisuren. Wie auch meine Kolleginnen und Kollegen fand ich bei der Recherche sechs Treffer zum Thema, zwei davon in der Onleihe.
Auf YouTube kann man sich wahrlich verlieren zwischen den Millionen und Abermillionen von Videos, aber man findet stets das Richtige. Jedenfalls war meine eigene Suche noch nie ergebnislos. So auch dieses Mal: Mit den Begriffen „Flechtfrisur“ und „Mädchen“ landete ich bei etwa 11.600 Ergebnissen. Mehr als genug, um sich so richtig mit Haareflechten auszutoben. Einerseits super, andererseits viel zu viel – die sprichwörtliche „Qual der Wahl“. Ob Julia sich da schnell für eine Frisur entscheiden würde? …



Auf den Fotos:
Julia im Alter von sieben Jahren, mit einer Flechtfrisur.
Als wir sie einmal zum Friseur mitnahmen, war er so von der Kleinen angetan gewesen, dass er ihr gratis die Haare stylte.
Beitragsbild: Puppe. Quelle: Love_and_Hope/www.pixabay.de.


Rosa, wenn du dir einen Zopf machen lässt, dann melde ich mich für Rastafari-Look oder Irokesenschnitt ;-)
Da müssen wir aber lange warten, bis unsere Haare soweit sind ;-) Eine Sehenswürdigkeit wäre es auf jeden Fall :-D
Ach ja – lange Haare hatte ich auch mal. Zöpfe standen mir aber überhaupt nicht und meine Mutter war froh das ich keine wollte.