Veröffentlicht in Blogparade, Persönliches, Social Media

Nominierung für „Awesome Blogger Award“

Völlig überraschend stieß ich beim Lesen des Beitrages von Kaya Licht auf den Namen meines Blogs … Dann schrieb sie es mir noch in einem Kommentar, und so erfuhr ich, dass ich für den Awesome Blogger Award nominiert bin.
Dafür bedanke ich mich ganz herzlich.
Deine Herausforderung abzulehnen, Kaya, kommt für mich nicht infrage, auch wenn ich unsicher bin, ob es mir gelingt, daraus etwas Gutes zustande zu bringen.
Eigentlich wollte ich mit der Arbeit sofort beginnen und der Gestaltung meines Beitrages das ganze (vergangene) Wochenende widmen, aber mir kam etwas Dringendes dazwischen.

Ich habe nämlich eine Einladung bekommen, an einer russischen Anthologie teilzunehmen. Zwar lief die Frist nur noch bis zum 17. Mai, aber ich konnte der Versuchung da mitzumachen nicht widerstehen. Obwohl ich seit Anbeginn meines Lebens in Deutschland auf Deutsch schreibe, habe ich drei-vier Texte auch in Russisch, darunter einen über meinen Vater Jakob Schütz – meine eigene Übersetzung nach dem Buch „In der sibirischen Kälte“. Der musste allerdings überarbeitet werden, da er zu lang war, und so habe ich den vollen Samstag und halben Sonntag damit verbracht. Es ist mir trotzdem nicht gelungen, ihn bis auf die erforderlichen 10000 Zeichen zu kürzen, weil sonst einiges verloren gegangen wäre und das war mir zu schade. Also habe ich den Text mit etwa 11200 Zeichen abgeschickt und um eine Ausnahme gebeten. Und siehe da – gestern bekam ich auch schon die Antwort! Meine Geschichte wird, so wie sie ist, angenommen! Für mich eine Riesenfreude, denn ich weiß, dass da viele gute, russisch schreibende Autoren aus mehreren Ländern mitmachen. Auf das Buch bin ich sehr gespannt und es soll auch schon bald erscheinen.

Nun aber zurück zum #AwesomeBloggerAward und was er zu bedeuten hat (Wortlaut übernommen aus Kayas Beitrag):

Es ist eine Auszeichnung für die absolut wundervollen Schriftsteller auf der ganzen Welt des Bloggens. Sie haben hinreißende und wunderschöne Blogs, sind bezaubernd und liebenswürdig und finden immer einen Weg, dem Leben ihrer Leser Glück und Lachen zu verleihen. Das ist es, was einen großartigen Blogger wirklich ausmacht.

Regeln, um Teil des Awesome Blogger Award zu sein

  • Danke der Person, die Dich nominiert hat.
  • Kennzeichne den Beitrag mit #awesomebloggeraward.
  • Beantworte die Fragen, die Dir gestellt wurden.
  • Nominiere mindestens 5 Blogger und informiere diese über ihre Nominierung.
  • Gib ihnen 10 neue Fragen zur Beantwortung.

Es freut mich, dass „Mein Universum“ diesen Kriterien entspricht. Aber – wundervolle Schriftstellerin? … „Schriftstellerin“ klingt so professionell und das bin ich bei Weitem nicht. Ich bin eine Autorin, vielleicht sogar eine Möchtegern-Autorin … Einmal hat man mich als „Hobbyautorin“ bezeichnet; vom spürbar abwertenden Ton war ich, ehrlich gesagt, nicht angetan. Aber gut – Schreiben ist ja tatsächlich ein Hobby von mir, meinen Lebensunterhalt kann ich damit nicht bestreiten.
Aber dem, dass mein Blog schön ist, will ich doch zustimmen. Jedenfalls gefällt mir selbst seine Gestaltung außerordentlich gut. 😃

Meine Antworten

Zehn Fragen hat mir Kaya gestellt, die ich nachfolgend mit bestem Wissen und Gewissen beantworte:

1. Wenn du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre das?

Es klingt vielleicht pathetisch, aber mein Wunsch wäre – in einer Welt ohne Gewalt zu leben, in der jeder Mensch die Möglichkeit hätte, sich frei zu entwickeln und sein eigenes Glück zu finden, eine Welt, in der menschliches Miteinander die Norm und jedes Leben wertvoll wäre.

2. Was ist es, was du schon immer mal machen wolltest?

Da gibt es leider nichts Besonderes, egal wie lange ich darüber nachgrübele. Extreme Sachen sowie Fallschirmspringen oder Heißluftballonfahren liegen mir nicht – meine Höhenangst ist dafür viel zu groß, nach außergewöhnlichen Reisen bin ich auch nicht verrückt … Ich hatte mal einen Traum, ein Buch zu schreiben, um dann das eigene Werk in den Händen halten zu können – der ist mittlerweile in Erfüllung gegangen …
Mir fällt einfach nichts mehr ein! 😒

3. Welcher deiner Blogbeiträge hat deiner Meinung nach bisher zu wenig Beachtung erhalten?

Vor zwei Jahren habe ich hier im Blog einen Beitrag veröffentlicht (ist auch in meinem Buch enthalten) mit dem Titel: Wer bist du?
Diese Frage hatte ich schon 1995 versucht zu beantworten, indem ich über mich selbst nachdachte und aufmerksam meiner inneren Stimme zuhörte. Damals ahnte ich vieles nicht; mir war nicht bewusst, warum ich depressiv bin, überhaupt – warum ich so bin, wie ich bin, mit allen meinen sonderbaren Eigenschaften.
Mir bedeutet dieser Beitrag viel, meine LeserInnen finden ihn scheinbar weniger interessant.

4. Womit – außer Bloggen – beschäftigst du dich gern in deiner Freizeit?

Die Antwort ist naheliegend: Schreiben. Aber auch Lesen in anderen Blogs. Außerdem warten in den Regalen noch viele ungelesene Bücher auf mich (siehe Beitragbild oben). Und sie sind noch nicht alle katalogisiert (spricht die Bibliothekarin in mir)! 😉 Ich beschäftige mich ebenso gern mit meiner Homepage, wo ich immer wieder etwas perfektioniere oder umgestalte – dazu gehört auch Rosas Blog, der in die Website eingebunden ist.
Und ich sammele Minibücher
.

5. Als du mit deinem Blog angefangen hast, was war die Absicht, die dahintersteckte? (eine Botschaft, eine Mission …)

Meinen Blog rief ich am 16. Oktober 2017 ins Leben. Seine Entstehung war die Bedingung für ein zweijähriges NETzWorking, an dem meine BibliothekskollegInnen und ich teilnahmen. Es hat mir von Anfang an viel Spaß gemacht, an diesem Blog zu arbeiten, ihn zu gestalten, zu verbessern, Beiträge zu schreiben, meinen KollegInnen zu helfen (ich war die einzige mit eigener Homepage und entsprechenden Kenntnissen), ihren Blogs zu folgen und zu sehen, was sie alles auf die Beine stellten. Jede und jeder von uns war in seiner Art und Weise unverkennbar. Meine Besonderheit war es, in die NETzWorking-Hausarbeiten Persönliches mit einzuweben, deshalb gab ich meinem Blog den Namen „Mein Universum“.
Das waren meine ersten freigeschalteten Worte:
„Hallo, die Welt da draußen! Ich habe es geschafft – einen Blog erstellt – und bin selbst noch ahnungslos, was dabei alles herauskommt. Ich hoffe, nur Gutes“.

6. Was sind deine größten Talente?

Oh, mit Talenten kann ich nicht dienen. Was in mir steckt, ist vielmehr nur die Fähigkeit, mich schriftlich gut ausdrücken zu können (im Reden bin ich eine Niete). Zudem besitze ich ein Gespür für die richtige Schreibweise. Mein Russisch war schon immer einwandfrei – am fehlerfreien Deutsch muss ich noch feilen, es klappt jedoch immer besser.
Ansonsten … ich kann nicht stricken, nicht häkeln, nicht nähen – so etwas war für mich noch nie erstrebenswert. Ebenso kann ich nicht singen, musizieren und mir fehlt jegliche künstlerische Ader 😀

7. Mit welcher prominenten Person würdest du dich gern einmal treffen (können auch schon welche aus der Vergangenheit sein) und verrätst du uns auch den Grund?

Hm, vielleicht mit … Stephen King – bitte nicht gleich mit den Augen rollen oder eine enttäuschte Grimasse ziehen! … Egal, was andere über diesen Schriftsteller sagen (bringt Bücher heraus wie am Fließband, lässt für sich schreiben, alles nur Horror und Gewalt-Szenen, immer nur das gleiche), ich bewundere ihn und seine unerschöpfliche Kreativität. Mich reizt in seinen Büchern die spannende Mischung aus Fantasy, Science Fiction, Horror und dennoch viel Menschlichem.
So wie King möchte ich auch einmal schreiben können, allerdings wird in diesem Leben daraus nichts mehr. Vielleicht ja im nächsten. 😉

8. Wenn du in die Rolle einer fiktiven Person – aus einem Film – schlüpfen könntest, welche wäre das? Wer würdest du gern mal sein?

Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Ich weiß auch nicht, ob ich in eine fremde Rolle schlüpfen möchte. Solch eine Erfahrung will ich gar nicht machen. Ich will ich sein, vielleicht aber doch etwas selbstbewusster, selbstsicherer im Umgang mit anderen Menschen oder vor einem Auditorium.

9. Welches ist dein Lieblingslied?

Es ist eher eine Musikrichtung, die ich bevorzuge.
Schon als Kind hörte ich gern meinem Vater zu, wenn er Geige oder Fußharmonium spielte. Es waren religiöse Lieder und obwohl ich schon damals an Gott nicht glaubte, mochte ich sie. Mich zog das Traurige, das Hymnenartige an. Mir gefielen auch manche weittragenden russischen Volkslieder mit ihrer Melancholie und Schwermut.
Als ich nach Deutschland kam, war das Thema Musik erst einmal nach hinten „geschoben“, denn es gab zu viele Dinge, die wichtiger waren. Aber irgendwann kam der Moment, und mein Bedürfnis nach Musik wurde wieder geweckt. Ich „probierte“ die Schlager aus, einfach wegen der deutschen Sprache, verlor jedoch schnell das Interesse daran.
Eines Tages stöberte ich in einem Buchladen … Im Hintergrund lief Musik, die mich plötzlich aufhorchen ließ. Ich hatte auf einmal Gänsehaut, und in meinem Inneren tat sich etwas, was ich gar nicht beschreiben konnte, ich wusste nur eins – das ist sie – meine Musik! So lernte ich Gregorian kennen. Die Songs dieser Band übte eine Macht über mich aus, der ich mich nur zu gern hingab. Später entdeckte ich die Musik von eRa, Lesiëm, Enigma und andere ähnliche Musik.
Auf meinem Blog gibt es auch ein paar Video-Beispiele dieser Musik.

10. Mit welchem Tier könntest du dich am besten identifizieren?

Mein Sternzeichen ist Widder und irgendwie passt das Tier zu mir. 😊 Schon als Kind konnte man mich schlecht verbiegen, zu irgend etwas zwingen. Man sagt mir sogar nach, ich wäre stur. In gewissem Masse stimme ich dem zu, obwohl man mit mir gut reden und mich überzeugen kann, wenn ich falsch liege. Aber wäre ich anders – hätte ich nicht das erreicht, was ich heute erreicht habe, wäre ich heute ein anderer Mensch, und ich weiß nicht, ob dieser Mensch besser wäre.

Meine Nominierungen

https://innenreisewege.wordpress.com/ – JEDEN TAG EIN STÜCK MEHR FREIHEIT

https://cafeweltenall.wordpress.com/ – Willkommen

https://scherbensammeln.wordpress.com/ – Geschichten aus meiner Aussiedler-Parallelwelt

http://jetztistdiebestezeit.com/ – Mit Freude durchs Leben gehen ☀️ Inspirationen für dich & mich

https://makeachoicealice.wordpress.com/ – Vom Glück, sich nicht entscheiden zu müssen

Meine Fragen an die Nominierten

  • Wie ist dein Blog entstanden?
  • Schreiben als Befreiung und Mutmacher: Trifft das auf dich, deine Blogbeiträge zu?
  • Welcher deiner Blogbeiträge hat deiner Meinung nach bisher zu wenig Beachtung erhalten?
  • Was bedeuten dir Social-Media-Freundschaften? Ist daraus auch schon eine wahre Freundschaft entstanden?
  • Was war deine größte Niederlage, oder hast du noch keine erlebt?
  • Dein Glücksmoment?
  • Gibt es (oder gab es vielleicht früher) ein Plätzchen auf dieser Erde, wo du dich wohl und geborgen fühlst?
  • Wie sehen dich deine Freunde, was denkst du?
  • Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was mit deinem Blog / deiner Website passiert, wenn du nicht mehr da bist? Oder liegt dir dieser Gedanke noch sehr fern?
  • Was ist deine Botschaft an die Mitmenschen?

Es war nicht leicht, fünf Blogs auszuwählen, denn ich mag viele meiner Schreibschwestern und Schreibbrüdern. Aber wenn jeder der Nominierten weitere fünf Blogs wählt, dann kann es doch eine ansehnliche Blogparade werden. Was sagt ihr dazu?
Ich bin gespannt auf eure Beiträge. Mein eigener Beitrag ist viel länger geworden als beabsichtigt, aber ich hoffe, euch mit meinen Ausführungen nicht gelangweilt zu haben.

Regenbogen über Hemer

Autor:

Geboren bin ich 1954 in einem deutschen Dorf in Westsibirien (Gebiet Omsk), lebe seit 1992 in Deutschland. Nach 18 Jahren Bibliotheksarbeit in Omsk und 20 Jahren in der Stadtbücherei Lüdenscheid bin ich nun seit Dezember 2019 Rentnerin. Ich schreibe gern für meine Blogs und für die Homepage. Es gibt zwei Buchveröffentlichungen von mir: "In der sibirischen Kälte" und "Andersrum". Einige meiner Texte sind auch als eBooks im Internet frei zugänglich.

13 Kommentare zu „Nominierung für „Awesome Blogger Award“

  1. Also erst mal „Glückwunsch“ – und dann war ich aber geplättet…. nominiert …..so dunkel erinnere ich mich, dass ich schon mal nominiert war – verdammt ich weiß nicht mehr wann und wo das war – ich glaube im ersten Blog…. Und was heißt das jetzt? Muss ich was tun? Sorry, ich bin so ungebildet 😮 Aha, ich krieg ne Einladung von Dir, dann geh ich mal gucken in die emails….

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Rosa, ich bin ganz baff, dass du mich nominiert hast. Herzlichen Dank dafür. Gerne folge ich deinem Ruf, darüber aber wird nächste Woche werden, da gibt es doch immer viel anderes zu tun und ich möchte deine Fragen auch Raum geben, wirken lassen, um sie ehrlich zu beantworten.
    Meinen herzlichen Glückwunsch zur Anthologie – ich bin heute auch in einer angenommen wurden 🙂 – schöne Synchronizität!
    Herzliche Grüße
    Ulli

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    1. Liebe Ulli, baff war ich auch. 🙂 Das stimmt, es gibt so viele andere Dinge, außer den Blogs. Und es braucht Zeit, so einen Beitrag zu schreiben. Ich habe auch zwei Tage lang darüber gebrütet 😊 Auf jeden Fall drängt uns keiner.
      Glückwunsch auch dir zu deinem Erfolg 👍🏻 und herzliche Grüße
      Rosa

      Gefällt 2 Personen

  3. Rosa, das ist ganz schlicht verdient. 🙂 Man merkt Deinen Texten halt an, dass in ihnen Herzblut und Lebenszeit steckt. Ich gratuliere Dir und hoffe, dass diese Nominierung Dir mehr Leser, mehr Feedback und evtl. echte Dialoge bringt.

    Gefällt 2 Personen

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