Als der Moderator in Potsdam vor dem Leseauftritt Rücksprache mit mir hielt, lagen bereits einige Notizen vor ihm. Es war natürlich nicht schwer, etwas über mich herauszufinden – dank meiner Homepage und meiner Blogs. Auch über meinen Musikgeschmack hatte er sich informiert, deutete ihn jedoch so, als würde ich gregorianische Gesänge mögen. Ich versuchte ihm zu erklären, welche Musik mich am meisten bewegt, aber so richtig verstanden hat er es nicht. Jedenfalls kannte er weder Gregorian noch ERA, ebenso wenig wie Secret Garden oder Lesiëm. Aber sei’s drum.
„Von ERA bis zur Panflöte“ weiterlesenSchlagwort: Era
Balsam für die Seele
In dunklen Zeiten der Angst, einer Angst, die mich immer wieder heimsucht, besonders im Dezember, hilft mir die Musik. Das Ergebnis mehrerer Jahre – ist meine Sammlung ziemlich groß. Es sind Klänge, die mich direkt berühren, meine inneren Saiten anspielen; sie sind wie Balsam für meine Seele. Es darf keine Discomusik oder Ähnliches sein – die ertrage ich in solchen Momenten nicht, nein – die Melodien müssen sich meinem Gemütszustand anpassen, mit mir fühlen, trauern und weinen können. Dann denke und spüre ich, dass es sich doch lohnt, zu leben, auch wenn nur, um diese wundervolle Musik hören und genießen zu können. Dann wird der Schmerz erträglicher und ich weiß – ich bin nicht ganz verloren in dieser Welt; ich weiß – ich bin ein kleines, dennoch bedeutendes Teilchen des unendlichen Universums.
Das Wetter und ich
„Bei diesem Wetter kann man doch nur depressiv werden“, höre ich oft den einen oder anderen seufzen, wenn es draußen trüb und regnerisch ist. Dann zucke ich innerlich mit den Schulten und denke (manchmal sage ich es auch laut :-) ), dass schlechtes Wetter keine Auswirkung auf meine Stimmung hat. Jedenfalls ruft es bei mir keine Depression hervor.
Auch wenn sie – die Depression – schon da ist, wird sie davon nicht stärker. Ganz im Gegenteil, wenn ich depressiv bin, dann kann ich es unter dem blauen Himmel, der strahlenden Sonne und dazu auch noch fröhlichen Menschen kaum ertragen – der Kontrast ist zu groß. Dann möchte ich flüchten, mich irgendwo in eine dunkle Ecke verkriechen und der Welt den Rücken zukehren.

