Veröffentlicht in Persönliches, Psyche

Oh, Schreck!

Schlechte Nachricht – nicht nur für mich, für andere Patienten von Frau Dr. med. Krystyna Muszynski, Fachärztin für Nervenheilkunde in Hemer – sicher auch. Sie hört auf zu praktizieren. Das erfuhr ich heute, als ich meine Rezepte abholen wollte. Einen Nachfolger / eine Nachfolgerin hat sie nicht, ich muss mich also selbst um eine neue Anlaufstelle kümmern. Das wird nicht leicht sein. PsychiaterInnen sind Mangelware, bzw. gibt es zu viele Hilfesuchenden in diesem Bereich. Dann noch soll es eine Frau (wünschenswert!) und natürlich eine gute in ihrem Fach sein. Finde mal in der Umgebung beides in einem, wenn doch neue Patienten meistens von vornherein abgelehnt werden. Mit Frau Doktor Muszynski habe ich mich all die Jahre (25 etwa) sehr gut verstanden, mehr sogar schon auf freundschaftlicher Basis, und fühlte mich in ihrer Praxis gut aufgehoben.

Ich bin, offen gesagt, ein wenig im Panikmodus. Gerade jetzt – in der Vorweihnachtszeit, in der ich doch ohnehin psychisch nicht auf der Höhe bin, hätte das nicht sein müssen. Obwohl – ja, damit muss man rechnen / hätte ich rechnen müssen. Auch Ärzte gehen in Rente. Es kam nur so plötzlich. Das finde ich wiederum nicht in Ordnung. Man hätte etwas früher die Patienten und Patientinnen benachrichtigen sollen, nicht zwei Wochen vor Schluss.

Nun – es ist, wie es ist, und nicht zu ändern. Ich werde es überleben. Hauptsache, ich bekomme meine Medikamente. Vielleicht wird die Hausärztin sie mir auch verschreiben – nach dem für mich ausgestellten Medikamentenplan?

Autor:

Geboren bin ich 1954 in einem deutschen Dorf in Westsibirien (Gebiet Omsk), lebe seit 1992 in Deutschland. Nach 18 Jahren Bibliotheksarbeit in Omsk und 20 Jahren in der Stadtbücherei Lüdenscheid bin ich nun seit Dezember 2019 Rentnerin. Ich schreibe gern für meine Blogs und für die Homepage. Es gibt zwei Buchveröffentlichungen von mir: "In der sibirischen Kälte" und "Andersrum". Einige meiner Texte sind auch als eBooks im Internet frei zugänglich.

17 Kommentare zu „Oh, Schreck!

  1. Meine Hausärztin hat mir lange Zeit immer mein Neuroleptikum verschrieben, Hausärzte machen das schon. Aber auf Dauer braucht man ja doch einen Facharzt, wenn man chronisch krank ist. Ich musste mir dann irgendwann auch einen suchen. Viel Glück und Erfolg Dir dabei, dass Du einen guten findest! 👍🏻🙂

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  2. Das ist mir schon zweimal passiert. Ärzte sind Vertrauenspersonen, die wechselt man nicht gerne aus. Aber ich habe wieder jemanden gefunden und hoffe das bleibt jetzt noch für viele Jahre so. Ich wünsche dir, dass du auch jemand findest, dem du wieder voll vertrauen kannst.
    Liebe Grüsse Brig

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  3. 🫂 Das tut mir leid und ich drücke dir die Daumen das du bald eine neue Ärztin findest.

    Eine Praxis mit so kurzer Vorlaufzeit zu schließen finde ich übrigens auch unhöflich. Aber als mein alter Hausarzt einst in den Ruhestand ging, sass der plötzlich bei meinem nächsten Termin eine neue Ärztin. Sie hatte die Praxis von ihm übernommen. Aber eine Info hätte ich da vorher schon haben wollen.

    🌈😘😎

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  4. Liebe Rosa,
    dieses Mal bin ich spät hier zu Besuch bei Dir, zu vieles, das mich beschäftigt.

    Es tut mir sehr leid, dass Du nach vielen Jahren und nach vertrauensvollen Begegnungen nun auf die Suche gehen musst. Was ich hinterfragen möchte: Gibt es Empfehlungen, kannt Du diese noch einholen oder gibt es so etwas wie eine Art „Doc-Finder“? Das gibt es in Ö und da werden Rückmeldungen von Patient*innen sichtbar.

    Ich drücke Dir die Daumen, denn Ärzte müssen absolut vertrauenswürdige Menschen und verantwortungsvolle Fachleute sein!
    ALLES LIEBE,
    C Stern

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  5. Das ist wirklich, wirklich ärgerlich und reiht sich ein in die lange Schlange von Unmöglichkeiten im Gesundheitswesen unseres Landes. Auch alte Hausärzte auf dem Land gehen ohne Nachfolger, weil der Patienten-Verwaltungsaufwand zu hoch und zu teuer und der Job für deutsche Studienabgänger unattraktiv geworden ist. Einzig Gemeinschaftspraxen scheinen noch Anreize zu bieten, aber sie sind nicht selten unpersönlich und decken nur noch den Grundbedarf – oft nicht einmal mehr am Ort.

    Für psychische Leiden ist das Hilfsangebot ohnehin noch nie ‚prall‘ gewesen, zumal ja auch die Chemie stimmen muss. Einmal mehr habe ich ebenfalls die Erfahrung machen müssen, dass wir vom Weg des Fortschritts offensichtlich abkommen und wieder zurückfallen in die Unterversorgung. Ich bestelle telefonisch meine Medikamente in die Apotheke, wo sie nur abgeholt werden. Nachfragen oder Kontrollen seitens der Hausarztpraxis? Nada!

    Ich wünsche Dir, liebe Rosa, von Herzen, dass Du vielleicht doch noch eine gute Adresse vermittelt bekommst, wo Du Dich gut aufgehoben fühlen kannst.

    LG, Heather

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    1. Danke, liebe Heather! Ich werde mich im neuen Jahr auf die Suche begeben, mit der Hoffnung auf Erfolg. Mit Medikamenten bin ich erst einmal versorgt. Aber ich bin trotzdem enttäuscht. Wären mir die Tabletten zwei Wochen später ausgegangen, hätte ich keine Chance mehr, die Rezepte zu bekommen. 😳
      Herzliche Grüße
      Rosa

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