Nun ist alles vorbei – die Tage sind wie im Flug vergangen, und doch haben sie Spuren hinterlassen. Nicht nur in meinem Herzen, sondern sicher auch in den Herzen vieler Menschen, die dabei waren. Was die Kriminalhauptkommissarin der Brandenburger Polizei Ramona Linné gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen auf die Beine gestellt hat, ist mehr als bemerkenswert – es ist ein Zeichen von Empathie und echtem Engagement.
Mein erster Einsatz: Universität Potsdam
Der Auftakt fand an der Universität Potsdam statt. Die Anspannung war groß, löste sich aber nach der herzlichen Begrüßung durch Ramona. Als ich die erwartungsvollen Gesichter im Publikum sah, fiel die Nervosität fast vollständig von mir ab. Ich las den „Offenen Brief“ aus der Anthologie Über Mut – Über Leben sowie Auszüge aus Andersrum. Zu Beginn wurde die Fahne gehisst, und Universitätspräsident Prof. Dr. Oliver Günther sprach ein Grußwort.

An der Universität Potsdam
An der Universität Potsdam
An der Universität Potsdam
An der Universität Potsdam
An der Universität Potsdam
An der Universität Potsdam
Die Fahne wurde gehisst
Lesung an der Universität Potsdam, Moderator Thomas Petersberg
Lesung an der Universität Potsdam, Moderator Thomas PetersbergZweiter Tag: Lesung im Potsdamer Stern-Center
Der zweite Lesetag fand im Potsdamer Stern-Center statt. Ein unruhiger Ort, an dem die Leute eigentlich mehr mit sich und ihren Angelegenheiten beschäftigt sind. Manchmal schien es, als würden sie einfach vorbeigehen, in Gedanken versunken, auf dem Weg zum nächsten Einkauf. Aber dann – ein kurzer Blick, ein langsamer Schritt, ein neugieriges Hinüberschauen. Und plötzlich war da Aufmerksamkeit. Sie hörten zu. Sie spürten: Hier geht es um etwas Wichtiges. Um Gewalt, die oft unsichtbar bleibt. Um Menschen, die Hilfe brauchen.
Was mich besonders berührt hat, war das Engagement der jungen Polizistinnen und Polizisten. Sie gingen auf Fremde zu, redeten mit ihnen. Und manchmal geschah etwas Wunderbares: Worte wurden zu Gesten, Gespräche zu Umarmungen. In diesen Augenblicken war zu spüren, dass Menschlichkeit stärker ist als Distanz. Ich muss ehrlich zugeben: Jetzt sehe ich unsere Helfer im Not mit etwas anderen Augen.



TV-Moderator Uwe Madel im Gespräch mit der ehemaligen Opferschutzbeauftragten der Polizei Brandenburg Claudia
Sponholz
Moderator Thomas Petersberg und meine Wenigkeit
Moderator Thomas Petersberg und meine Wenigkeit
Saxophonist Chris Reinhardt
Da der Moderator angegeben hatte, ich würde gern gregorianische Musik hören, gab es extra für mich „Das kleine Gebet“ auf dem Marimbaphon, gespielt von Paul Wagner.Abschluss in der Staatskanzlei Potsdam
Die Staatskanzlei war erfüllt von einer besonderen Atmosphäre – so viele Menschen waren gekommen! Neben meinem Offenen Brief wurden weitere berührende Texte aus „Über Mut – Über Leben“ vorgetragen. Es war bewegend, als die Lesung endete und dennoch viele blieben, ins Gespräch kamen, Fragen stellten und ihre Gedanken teilten. Für mich persönlich war es ein Highlight, mit René Wilke, dem Innenminister des Landes Brandenburg, zu sprechen. Er eröffnete den Tag mit inspirierenden Worten und schloss ihn mit einer eindrucksvollen Rede ab.

Saxophonist Chris Reinhardt
Moderator Thomas Petersdorf
Im Gespräch mit dem Innenminister René Wilke
Im Gespräch mit dem Innenminister René Wilke und Ramona Linné
Im Gespräch mit dem Innenminister René Wilke und Ramona Linné
Lesung in der Staatskanzlei Potsdam
Lesung in der Staatskanzlei Potsdam
Lesung in der Staatskanzlei Potsdam
Schlusswort: Innenminister des Landes Brandenburg René Wilke
Nach der Lesung
Gruppenfoto
GruppenfotoFür mich waren es aufregende Tage – voller Emotionen und Begegnungen. Trotz Lampenfieber habe ich gern aus meinen Büchern und Texten vorgelesen. Und als ich die Reaktionen sah, die offenen Gesichter, das ehrliche Interesse, wusste ich: Es hat sich gelohnt. In gewissem Sinne bin ich stolz, dabei gewesen zu sein und meinen kleinen Beitrag geleistet zu haben.
Warum mir das so wichtig ist? Häusliche Gewalt, besonders gegen Kinder, bleibt oft im Schatten. Solche Aktionen bringen Licht – Hoffnung für Betroffene, Bewusstsein für alle. Vielleicht war es nur ein kurzer Moment für die Zuhörenden. Aber manchmal reicht ein Moment, um etwas zu verändern.
Die Kampagne ist beendet, doch ihre Botschaft bleibt: Der Kampf gegen häusliche Gewalt hört nicht auf. Er geht weiter – Tag für Tag, mit jedem Einsatz, mit jedem Gespräch. Ich wünsche der Brandenburger Polizei und allen Beteiligten Kraft, Mut und viel Erfolg.
Danke an alle, die diese Tage möglich gemacht haben. Danke für eure Energie, euren Einsatz, eure Menschlichkeit. Und ganz besonders: Danke an Ramona Linné und Alexander Wüstner für die Einladung, die Organisation und die herzliche Betreuung.
Abschließend noch ein kurzer Fernsehbeitrag zur Kampagne, aber (Gott sei Dank! 😉) ohne mich.
So klingt „Das kleine Gebet“ auf dem Marimbaphon:


Herzlichen Glückwunsch! thumb up
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Danke! 😊
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Siehst du, alles gutgemacht und jetzt ein echt rundes Ding für dich! Meine Glückwünsche-
herzlich
Sonja
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Danke! Ja, war gar nicht so schlimm. 😉
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Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg liebe Rosa 👏
Ich wusste das du es schaffst 🫂
😘😎
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Danke dir! Ich wusste es auch, doch eine gewisse Angst war trotzdem da. 🤗
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Gratulation zu Deinem wunderbaren Erlebnis! Da hast Du glaub richtig was geleistet. Ich hab die Tage viel an Dich gedacht, ob alles gut klappt. Aber ist ja richtig was geworden.
Das Marimbaphon kannte ich gar nicht. Ein erstaunliches Instrument. Und noch beeindruckender, wenn es von einem Polizisten in Uniform gespielt wird.
Jetzt wünsche ich Dir gute Erholung von dem Erlebnis!
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Danke dir! Ja, bis dahin wusste ich gar nicht, dass es solch ein Instrument gibt. Die Brandenburger Polizei besitzt übrigens ein eigenes Orchester, das aus 40 Mitgliedern besteht. Dazu gehört auch der Marimbaphonist.☺️
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Toll, liebe Rosa! Du hast es gepackt und es war gut!
Ganz herzlich, Bruni
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Herzlichen Dank! Es war wirklich gut.👍
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Oh Rosa, ich freu mich so für dich mit. Das war ja auf der ganzen Linie ein voller Erfolg. Sicherlich sehr aufregend, aber bestimmt auch ein wundervolles tolles Erlebnis.
Herzliche Grüße, piri
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So war es, liebe piri. Das werde ich so schnell nicht vergessen. Danke dir!
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Es klingt, als hätten diese Tage ein kleines Licht in viele Richtungen geworfen – zu dir, zum Publikum, zu allen Beteiligten. Sehr berührend beschrieben, liebe Rosa.
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Das hast du schön gesagt, liebe Izzy. Danke!
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Liebe Rosa,
auch meine Gedanken waren einige Male in diesen für Dich so bewegenden Tagen bei Dir. Meine Aufregung wäre wohl auch sehr groß gewesen.
Es ist überaus wichtig, das Thema der (häuslichen) Gewalt an Kindern und Frauen immer präsent zu halten. Gerade an den Weihnachtsfeiertagen ist die Stimmung in Familien oft sehr angespannt. Es gibt da eigene Kindheitserinnerungen.
Auch ich hatte gute Begegnungen in Hinblick auf eine engagierte Aufklärungsarbeit seitens der Polizei und sehe ihre Arbeit seit diesen Zusammentreffen auch mit wesentlich mehr Dankbarkeit. Mir ist bewusst, dass Polizist*innen oft in sehr heftige Situationen herbeigerufen werden, die ihnen auch emotional einiges abverlangen.
Herzliche Grüße, C Stern
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