Veröffentlicht in Übersetzungen ins Russische – ПЕРЕВОДЫ, Persönliches

Zwei Sprachen und die Freiheit der Übersetzung

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Veröffentlicht in Übersetzungen ins Russische – ПЕРЕВОДЫ

Russische Texte

Beitragsbild: Russischer Buchstabe von Larchick/Pixabay

Veröffentlicht in Autobiografie, Literatur, Poesie

Ich liebe es nach wie vor

Als junges Mädchen bin ich ziemlich in mich gekehrt gewesen. Schon von klein auf grübelte ich über dies und jenes, machte mir viele Gedanken um das Universum und seine Geheimnisse, versuchte, das Sein zu ergründen und mir das Nichtsein vorzustellen. Ich träumte von einer besseren Welt, in der alles so war, wie ich es mir und für mich wünschte. Die Träumereien liefen letztlich unweigerlich in den tristen Alltag hinaus, immer und immer wieder.

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Veröffentlicht in Literatur, Persönliches

Was mich betrifft

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Veröffentlicht in Diktatur, Menschsein, Persönliches

Kompromiss (manchmal geht es nicht anders)

An einen lieben Menschen

… Zu unserer Auseinandersetzung möchte ich Dir doch noch ein paar Zeilen schreiben. Eins vorab: ich weiß, dass Du einen Sinn für Gerechtigkeit hast und die Wahrheit Dir wichtig ist, dass Du alles hinterfragst und Antworten suchst. Aber das tue ich auch! Ebenso wie Du, verabscheue ich das grausame und sinnlose Töten, ganz gleich, ob es Ukrainer und Russen sind, die sterben müssen, oder ein anderes Volk.

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Veröffentlicht in Diktatur, Menschsein, Persönliches

Diskriminierung als Gesetz

Russland auf dem Weg ins Mittelalter

Das in Russland schon vor Monaten angekündigte neue Gesetz ist nun am 5. Dezember vom Präsidenten unterzeichnet. Es verbietet die Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen, Geschlechtsumwandlungen und (in demselben Atemzug sozusagen!) Pädophilie. Somit wird homosexuelle Orientierung und Pädophilie praktisch gleichgestellt.
Das Gesetz gilt für alles, woraus Informationen gezogen werden können – Filme, Bücher, Computerspiele, Medien und so weiter. Es ist auch verboten, eine bestimmte Kategorie von Waren zu verkaufen, aber es gibt keine klaren Kriterien dafür, was als Propaganda angesehen werden kann. Ich befürchte, dass sogar Kinderzeichnungen, die einen Regenbogen zeigen, darunter fallen können. Werden dann die Eltern zu Verantwortung gezogen oder gar das Kind persönlich?

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Veröffentlicht in Autobiografie, Social Media

Beim Recherchieren entdeckt

Zu meiner großen Überraschung entdeckte ich neulich beim Recherchieren eine meiner Übersetzungen nach dem Buch „In der sibirischen Kälte“, veröffentlicht auf der Homepage des Deutschen Hauses der Republik Tatarstan.

Ja, ich erinnere mich, dass ich 2021 diesen Text, in dem es um meinen Vater geht, auf Anfrage des Leiters eingereicht habe. Da keine Rückmeldung kam, dachte ich, daraus wäre nichts geworden. Aber – siehe da, die Geschichte wurde doch veröffentlicht.

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Veröffentlicht in Allgemein, Diktatur, Social Media

Die Sprache des Aggressors

Ein seltsames Gefühl kommt in mir auf, wenn ich meine Texte aus dem Deutschen ins Russische übersetze, wenn ich daran feile, um sie besser, aussagekräftiger zu machen. Ich empfinde dabei einen Hauch von Widerwillen, sogar so etwas wie … Schuld? Scham? … Es ist irrational – die Sprache kann nichts dafür, dass ein Staat, zu dem sie gehört, andere Länder überfällt und Kriegsverbrechen begeht. Bedauerlich, aber nachvollziehbar, dass Russisch zurzeit von vielen verpönt wird. Für die einen ist sie die Sprache des Aggressors und des Feindes. Die anderen halten sie gar für geringwertig und verachten sie.

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Veröffentlicht in Poesie

Das Leben – wie ein Zuschnitt …

Freie Übersetzung / Interpretation

Eine Freundin bat mich, ein russisches Gedicht zu übersetzen. Eins zu eins ist es mir nicht gelungen, aber diese freie Übersetzung kann sich nach Ellas Meinung (und meiner auch) gut sehen lassen. 😉

Жизнь — лоскутик мерный,
больше — ни на нить,
раскроишь неверно —
некого винить.
И когда топорщит —
сам тому виной,
сам себе — закройщик,
сам себе — портной...

Евгений Израильский
Das Leben – wie ein Zuschnitt, 
Grenzen abgesteckt.
Setzt du die Schere falsch an – 
wird es nicht perfekt.
Schlägt es Falten, zieht und zwickt – 
ist es fehlerhaft.
Dann hast du es verschnitten, 
den Meister nicht geschafft.

Rosa Ananitschev 
nach Jewgenij Israilskij


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Deutsch-Russisch

Wer hätte das gedacht – ich komme wieder auf den Geschmack, russisch zu schreiben! Richtig in dieser Sprache habe ich zuletzt vor 28 Jahren geschrieben, als ich – natürlich! – noch in der alten Heimat war. Seitdem verfasse ich hauptsächlich Briefe an meine ehemalige Arbeitskollegin und gute Freundin Nadja, die in Omsk lebt, und gelegentlich kurze Posts bei Одноклассники (eine Facebook ähnliche Plattform).
Es ist, als ob ich etwas Vertrautes nach und nach wieder entdecken würde. Das macht Spaß und ich merke, dass es immer leichter geht. Der Wortschatz erweitert sich stets automatisch; es sitzt wohl alles noch sicher in mir drin und wartet bloß auf Abruf. Manchmal habe ich sogar Zweifel, wenn mir Begriffe wie von selbst aus der „Feder“ springen. Dann denke ich: „Hä, echt jetzt? … Klingt aber komisch!“. Wenn ich jedoch Onkel Google frage, versichert er mir, alles sei korrekt. 😃

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Veröffentlicht in Blogparade, Persönliches, Social Media

Nominierung für „Awesome Blogger Award“

Völlig überraschend stieß ich beim Lesen des Beitrages von Kaya Licht auf den Namen meines Blogs … Dann schrieb sie es mir noch in einem Kommentar, und so erfuhr ich, dass ich für den Awesome Blogger Award nominiert bin.
Dafür bedanke ich mich ganz herzlich.
Deine Herausforderung abzulehnen, Kaya, kommt für mich nicht infrage, auch wenn ich unsicher bin, ob es mir gelingt, daraus etwas Gutes zustande zu bringen.
Eigentlich wollte ich mit der Arbeit sofort beginnen und der Gestaltung meines Beitrages das ganze (vergangene) Wochenende widmen, aber mir kam etwas Dringendes dazwischen.

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Veröffentlicht in Autobiografie, Literatur

Ich liebe es nach wie vor

Auszug aus meinem Buch „In der sibirischen Kälte“

… In Heimtal gab es eine richtige Dorfbücherei, die ich natürlich so oft wie möglich besuchte. In dieser Zeit entdeckte ich für mich den Dichter Michail Lermontow. Ich war fasziniert von seinen Gedichten und besonders von dem Poem „Mcyri“ (Der Novize). Ich hätte damals so gern ein eigenes Exemplar von „Mcyri“ gehabt, um das Poem immer wieder lesen zu können, aber ich musste mich damit begnügen, die Verse in ein Heft abzuschreiben. Es klingt vermutlich lachhaft, aber so bescheiden verlief mein Leben nun mal vor vielen Jahren. Heute noch kann ich mir fast alle Strophen dieser poetischen Erzählung ins Gedächtnis rufen. Ich habe „Mcyri“ auch in Deutsch gelesen, aber mit dem Original kann sich die Übersetzung nicht messen. Ich fühlte mich seelenverwandt mit Mcyri. Seine Qual war auch meine Qual, seine Sehnsucht auch die meine, denn wie er empfand ich mein Leben oft als Gefängnis …

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