Völlig überraschend stieß ich beim Lesen des Beitrages von Kaya Licht auf den Namen meines Blogs … Dann schrieb sie es mir noch in einem Kommentar, und so erfuhr ich, dass ich für den Awesome Blogger Award nominiert bin.
Dafür bedanke ich mich ganz herzlich.
Deine Herausforderung abzulehnen, Kaya, kommt für mich nicht infrage, auch wenn ich unsicher bin, ob es mir gelingt, daraus etwas Gutes zustande zu bringen.
Eigentlich wollte ich mit der Arbeit sofort beginnen und der Gestaltung meines Beitrages das ganze (vergangene) Wochenende widmen, aber mir kam etwas Dringendes dazwischen.
Nachts
Drabble
Ihre Angst ist groß. Wird er sie wieder heimsuchen, so wie er es fast jede Nacht tat? Nur selten entkam sie ihm. Wenn es ihr manchmal gelang, ihn abzuwehren, konnte es passieren, dass er sie am helllichten Tag, in einem Moment ihrer Unachtsamkeit, doch noch erwischte.
Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie angestrengt in die Dunkelheit. Nur wachsam bleiben, konzentriert – dann würde sie merken, wenn er kommt. Dann würde sie eine Chance haben, seinen Fesseln zu entfliehen. Eine Chance zu siegen.
All ihre Mühe ist jedoch vergebens.
Der Schlaf übermannt sie und befördert sie erbarmungslos in die Klauen ihres Albtraums.
Das war’s auch schon – das vierte und letzte Drabble … Vorerst. Man kann nie wissen, was noch kommt …😉
Ein Drabble ist eine pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern besteht.
Die Überschrift wird nicht mitgezählt.
Meine Liebe, so einseitig
Drabble
Dieses Mal nichts Gruseliges, dafür gereimt. 😃
Die Haare stehen dir zu Berge,
du sträubst dich unablässig gegen mich,
doch mag ich dich so furchtbar gerne.
Du jagst mir Stacheln ins Gesicht!
Ich hatte fast einen Dorn im Auge!
Warum verstehst du mich denn nicht?
Die Süße, die ich dringlich brauche,
behältst du ganz allein für dich.
Ich bin enttäuscht und noch viel mehr –
ich bin bedrückt und auch beleidigt.
Was mache ich denn nur verkehrt,
warum du dich so stur verteidigst?
Meine Liebe sinkt, weil nur einseitig.
Du kommst mir nicht mehr in die Quere!
Ich such’ mir süße Freude anderweitig,
du kleine, dicke, reife Stachelbeere.
Ein Drabble ist eine pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern besteht.
Die Überschrift wird nicht mitgezählt.
Der Farbmalkasten
Drabble
Als sie sich langsam nach vorn bückt (diese verdammten Rückenschmerzen!), erkennt Vera endlich den Gegenstand. Ein Farbmalkasten liegt unter der Parksitzbank. Er sieht neu aus. Vera lächelt. Als sie klein war, hatte sie so gern gemalt! Sie erinnert sich noch lebhaft an ihre ersten Aquarellfarben, die bunten Stifte und den schönen, dicken Malblock.
Vera hebt den Farbmalkasten auf und legt ihn vorsichtig auf die Bank. Vielleicht findet ihn ein Kind und freut sich darüber.
Am nächsten Morgen öffnet sie wie gewohnt die Lokalzeitung. Sie erstarrt, als eine schwarze Schlagzeile ihr direkt ins Auge springt.
Sprengstoff im Farbmalkasten – zehnjähriges Mädchen getötet
Ein Drabble ist eine pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern besteht.
Die Überschrift wird nicht mitgezählt.
Beitragsbild: Quelle: StockCake
Im Dorf
Drabble
Mit Drabbles tue ich mich schwer. Vor Jahren einmal hatte ich es versucht und ganze vier davon hergezaubert. 😉 Ich gebe zu – das ist sehr mager. Gewissermaßen fehlen mir die Ideen dafür. Liegt es daran, dass ich nicht besonders schlagfertig für eine Pointe bin? Fehlt mir der richtige Blickwinkel? Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist meine Drabble-Reihe äußerst überschaubar. Nachfolgend eines davon – das allererste.
(Ich denke, die meisten wissen, was ein Drabble ist – eine pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern besteht. Die Überschrift wird nicht mitgezählt).
„Im Dorf“ weiterlesenDiese Rosa
In meiner alten Heimat war es ja so: Bevor der zum Militärdienst Eingezogene die Familie verließ, fand eine Abschieds-Feier statt. Die gab es auch für meinen Bruder im Jahr 1969. Wie allbekannt, trinken die Russen meistens Wodka. Den tranken zwangsläufig auch die Deutschen dieses Landes.
„Diese Rosa“ weiterlesenMensch sein
Aus den alten Notizen von 2011
Die Enkelkinder Mikel (zehn Jahre alt) und Julia (vier) waren übers Wochenende bei uns. Wir hatten wieder viel Spaß mit den beiden, obwohl es auch anstrengend war – das Oma-Alter macht sich doch bemerkbar.
„Mensch sein“ weiterlesenOrden des mütterlichen Ruhms
In einer Schubladenecke zwischen den alten, noch aus meiner früheren Heimat mitgebrachten Zeugnissen, Bescheinigungen und Urkunden, fand ich neulich ein kleines, festes, rotes Büchlein – ein sogenanntes Orden-Zertifikat (Орденская книжка). Ausgestellt wurde es 1959 auf den Namen und zu Ehren meiner Mutter, die im Oktober 1957 (damals war sie 44 Jahre alt) ihr siebtes und letztes Kind zur Welt gebracht hat. Der Orden selbst muss wohl noch in Russland abhandengekommen sein. Meine Schwester hat ihn jedenfalls nicht in ihrem Besitz, kann sich aber noch erinnern, wie er aussah und auch daran, dass ihr zur Hochzeit von den Eltern 600 Rubel überreicht worden waren, eine Summe, die im Laufe der Jahre als Kindergeld zusammenkam. Ich weiß nicht, wie lange das Kindergeld gezahlt wurde, aber es waren 10 oder 12 Rubel im Monat. Ein lächerlicher Betrag, der immerhin zu einem schönen Hochzeitsgeschenk angewachsen worden war, wenn man bedenkt, dass ich als Bibliothekarin (zum Beispiel) nicht mehr als 90 Rubel monatlich verdient hatte.
„Orden des mütterlichen Ruhms“ weiterlesenDie Freude am Schreiben
Die letzte Rezension (bei Amazon) zu meinem Buch ist sehr lobend und ich freue mich über diese so positive Bewertung, denke aber auch, „Phänomen“ ist zu hoch gegriffen. 😉 Nein, ich bin kein Phänomen; ich schreibe einfach darüber, was mich bewegt, und das gibt mir ein wunderbares, ein befreiendes Gefühl. In gewisser Weise lege ich damit auch meine Last ab, jedoch nicht, um sie jemand anderem aufzuerlegen, sondern um mich mitzuteilen und vielleicht auch zu zeigen, dass Offenheit in so manchen Lebenssituationen der bessere Weg ist. Außerdem macht es mir viel Freude, nach den richtigen Wörtern zu suchen, sie zu finden, sie harmonisch miteinander zu verbinden, ihnen eine besondere Bedeutung zu geben und letztlich Menschen damit zu ergreifen. Schade nur, dass ich so spät mit dem Schreiben angefangen habe.
„Die Freude am Schreiben“ weiterlesenSie war meine Rettung
Beitrag zur Blogparade des Q5-Blogs zum Thema: Erinnerungen + Freundschaft
Ich hatte Glück, eine beste Freundin in meiner Kinder- und Jugendzeit zu haben. Die neue Mitschülerin, die eines Tages – es war im zweiten Schuljahr – in das Klassenzimmer trat, wurde schon bald zu einem der liebsten Menschen in meinem Leben. Ohne dieses fröhliche Mädchen mit den Grübchen in den Wangen und dem ansteckenden Lächeln wäre mein Leben grau und trostlos.
„Sie war meine Rettung“ weiterlesenAngekommen
Auch wenn der nachfolgende Absatz nur wenige Zeilen enthält, genauer gesagt 53 Wörter, lässt er mich in Gedanken viele Tage und Monate Revue passieren, die zu diesem Augenblick geführt haben.
„Angekommen“ weiterlesenVor genau zwei Jahren erstellt
Präsentation mit Sway
Winter in zwei sehr unterschiedlichen Welten :-)
| Man erzählt, dass es auch in Deutschland mal den richtigen Winter gab. Früher … vor vielen Jahren … vor vielen, vielen vielleicht? Denn schon 1992, als ich im Dezember nach Deutschland kam, empfing mich diese Jahreszeit mit Plus-Temperaturen. Seitdem erlebe ich sie selten frostig und nie durchgehend unter null und mit Schnee. So, wie es sich im Winter eigentlich gehört. Da war es doch in Sibirien ganz anders … Oben auf die Überschrift oder unten auf den eingefügten Link klicken, scrollen, schauen und staunen. 😉 |
| Zu diesem Sway wechseln |

Titelbild: Hemer 2016, winterliche Aussicht
Vom Pelzmantel über Hefeteig zum Schlaflager
Beitrag zur Blogparade des Q5-Blogs zum Thema: Erinnerungen + Gerüche
Die Augen geschlossen, lasse ich mich abermals in meine Kindheit versetzen, diesmal, um die vergessenen Gerüche hervorzuholen und sie einzuatmen.
Ein warmer, etwas herber, etwas staubiger, aber keineswegs unangenehmer Geruch weht mir in die Nase und verbindet mich augenblicklich mit einem weiten Land – mit Sibirien, Sibirien der Winterzeit …
Mein Traum
Noch ein Prosa-Gedicht aus meiner „Feder“ – nun das letzte seiner Art, 😃 auch im Dezember 2010 als eBook veröffentlicht.
„Mein Traum“ weiterlesenUnsicher?
Dieses Prosa-Gedicht verdient eine besondere Würdigung. Es war mein erster Internetauftritt. Mein erste eBook-Veröffentlichung. Danach konnte mich nichts mehr aufhalten. 😉
„Unsicher?“ weiterlesenMein Winter 1969
Manchmal, eigentlich fast nie, versuche ich mich in Gedichten. Da ich dieses Literaturgenre nicht beherrsche, kommt auch meistens nichts Gutes dabei heraus. Gelegentlich jedoch gefällt mir das, was ich mir da zusammenreime. „Schneesturm“ ist eines dieser meiner „Raritäten“.
„Mein Winter 1969“ weiterlesenAlte Notiz oder Fragen ohne Antworten
Die untenstehenden Zeilen habe ich zwischen meinen alten Notizen gefunden. Wann habe ich sie geschrieben? Es ist sicher schon eine Weile her … Ich lasse sie einmal so im Raum stehen. Ohne Antworten. Aber mit der nagenden Erinnerung an das Gefühl von damals …
„Alte Notiz oder Fragen ohne Antworten“ weiterlesenWir sehen uns wieder!
Nach BuchBerlin 2019 ist vor BuchBerlin 2020. Ja, so kann man es kurz formulieren, denn die sechs Powerfrauen (plus zwei, die nicht persönlich dabei sein konnten) haben sich schon im Laufe der diesjährigen Buchmesse für die nächste verabredet. Wir schmieden Pläne und überlegen, wie und was wir besser machen können, allen voran unsere Gestalterin und Anführerin Reni Zawrel (https://www.renate-zawrel.at/). Die österreichische Autorin und Künstlerin hat schon selbst einige Ideen und sammelt vom Team weitere ein. Es kann etwas werden – das sage ich euch! Aber es geht in erster Linie nicht darum, uns und unsere Bücher zu präsentieren, sondern vielmehr darum, einander wiederzusehen, denn die Buchmesse bietet die beste Gelegenheit dafür und ist inzwischen zu unserem großen Treffpunkt geworden.
„Wir sehen uns wieder!“ weiterlesenBald … BuchBerlin 2019!
Die Buchmesse in Berlin findet vom 23. bis zum 24. November statt. Ich freue mich wieder dabei zu sein! :-)
Leseprobenheft
Um darin zu blättern und zu lesen,
klicke einfach unten auf den schönen Button.





Herzlichen Dank an Renate Zawrel für die Gestaltung der Werbematerialien.
Über Gott und das Leben – Leserbrief
Wer kennt das nicht? Du suchst in den abgelegten Papieren nach einem bestimmten Schriftstück und entdeckst zufällig etwas anderes, was dich aufs Neue ins Grübeln bringt. So habe ich aus einer Schreibtisch-Schublade diesen Leserbrief hervorgezogen, verfasst von einer mir unbekannten Frau. Den Brief samt beigefügtem Geschenk hatte sie für mich in einer Bücherei abgegeben, wo ich 2016 eine Lesung hielt.
„Über Gott und das Leben – Leserbrief“ weiterlesen

