Veröffentlicht in Familie, Persönliches

Aneta

Das einzige Kinderfoto von meiner Schwester. Aneta Schütz im Alter von etwa 14–15 Jahren (ca. 1957)
Aneta mit ihrem ältesten Sohn (ca. 1967)

Beitragsbild: Die Aussicht von Anetas Zimmer auf den Garten.

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Autor:

Geboren bin ich 1954 in einem deutschen Dorf in Westsibirien (Gebiet Omsk), lebe seit 1992 in Deutschland. Nach 18 Jahren Bibliotheksarbeit in Omsk und 20 Jahren in der Stadtbücherei Lüdenscheid bin ich nun seit Dezember 2019 Rentnerin. Ich schreibe gern auf meinem Blog und verfüge über eine Homepage. Es gibt zwei Buchveröffentlichungen von mir: Autobiografisches „In der sibirischen Kälte“ und Novelle „Andersrum“. Außerdem bin ich Mitautorin in einigen Almanachen des BKDR Verlages und in verschiedenen anderen Anthologien.

10 Kommentare zu „Aneta

  1. Zumindest hat sie eine schöne Aussicht liebe Rosa.

    Ich glaube du hattest es schon mal erwähnt, aber es ist mir entfallen: Wie alt ist deine Schwester?

    Im übrigen hattest du mal geschrieben das sie starke Medikamente einnehmen muß. Das kann leider durchaus zu einer frühzeitigen Demenz führen.

    Ich hoffe das sich ein Weg findet, das sie gut damit umgehen kann.

    Mein Bruder findet übrigens neuerdings lauter Sachen wieder, die unserer Mutter im Laufe ihrer letzten Jahre verloren gegangen waren.
    Er hat endlich angefangen seine Wohnung umzugestalten.

    Liebe Grüße
    Trude

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    1. Aneta ist 82 Jahre alt, und es stimmt – sie bekommt starke Medikamente. Gut möglich, dass es daran liegt. Deswegen braucht sie dringend einen Arzt, der das mal unter die Lupe nimmt.
      Noch „verliert“ meine Schwester nichts, aber wer weiß, was noch kommt.
      Liebe Grüße
      Rosa

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  2. Meines Wissens tritt Demenz in vielerlei Gestalt auf, wobei vielen gemein ist, dass sich zunächst das Kurzzeitgedächtnis verabschiedet, während das Langzeitgedächtnis noch durchhalten kann. Dieser Gedächtnis-Abbau geschieht in kaum voraussehbaren Etappen, bis schlussendlich der Körper vergisst zu leben. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr einer solchen oder ähnlichen Beeinträchtigung und mit über achtzig ist Aneta leider kein ‚frühzeitiger‘ Fall, bedenkt man, dass sogar schon Kinder ihr erliegen können. Wie so viele andere Erkrankungen, ist auch Demenz eine Geißel der Menschheit, der wir nur wenig oder nichts entgegenzusetzen haben, und sie ist für ALLE Beteiligten äußerst belastend.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie, liebe Rosa, viel Kraft und Stärke und natürlich noch viele Tage ohne Traurigkeit, aber mit kleinen Freuden des Alltags. Am meisten berührte mich Anetas resignierte Aussage über ihre ‚letzte Bleibe‘ – oh, wie gut ich das nachvollziehen kann. Es wäre schön, wenn man ihr so oft wie möglich ihre Lieblingsmusik zugänglich machen könnte, der positive Einfluss ist belegt, doch leider fehlt in Heimen oft die zeitliche Zuwendung für Hilfestellungen.

    GlG ❤️ aus Hessens Norden

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    1. Danke, liebe Heather!
      Mit „Lieblingsmusik abspielen“ ist schwierig. Vom Pflegepersonal ist es zu viel verlangt, die helfen Aneta höchstens mit der Auswahl der Nummer, die sie anrufen will, für mehr haben die keine Zeit und keine Geduld. Ihr Sohn müsste da etwas für sie organisieren, aber der legt wenig Wert darauf. Und ich bin leider zu weit weg. So oft habe ich versucht ihr zu erklären, dass sie bloß hir und da mit dem Finger tippen muss, um die eine oder andere App zu öffnen – vergebens. Das Handy ist für Aneta mittlerweile wie ein Wald voller Bäume geworden, die sie nich sieht und nicht findet. Traurig, aber ich hoffe, dass sie alles andere noch etwas länger im Griff hat.
      Viele herzliche Grüße aus dem Sauerland 💕
      Rosa

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  3. Wenn deine Schwester nicht mehr telefonieren kann, so könnt zumindest ihr sie anrufen, aber wenn das Kurzzeitgedächtnis nachlässt, kann sie wahrscheinlich nicht mehr sagen, wer bereits angerufen bzw was es zum Mittagessen gegeben hat.

    Beschäftigung…

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    1. So mache wir es auch schon lange, indem wir selbst anrufen. Erstaunlicherweise weiß Aneta noch, mit wem sie gesprochen hat, nur nicht unbedingt, ob es gestern oder heute war. Das Mittagessen ist so oder so ungenießbar – das sagt sie immer wieder. 😊

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