Immer wieder lese ich darüber, auch hier – bei WordPress – dass Angela Merkel und Co. uns in die Diktatur führen würden, dass sie sich das gar zum Ziel gemacht hätten. Bei Facebook sind manche Posts noch extremer. Dort wird die Impfung mit Mord gleichgestellt und Quarantäne mit dem KZ.
„Bin ich gegen die Demokratie?“ weiterlesenIm Januar 1938
Die Waffen in den Händen der kühnen Tschekisten, mit denen nicht nur Männer, auch Frauen, Kinder und alte Menschen getötet wurden, kühlten keinen Tag lang ab. Die Vollstrecker, treu dem „Führer aller Nationen“, hatten sie dauernd im Gebrauch. Jeder dieser Tage hat sich für immer als blutiger Fleck in die Geschichte Russlands eingebrannt.
„Im Januar 1938“ weiterlesenDas Alte von Neuem?
Dezember überstanden, wieder einmal. Der Januar und somit das Jahr 2021 nehmen ihren Lauf. Meine Stimmung hat sich gebessert. Bis zum nächsten Dezember oder bis zu einem Vorfall, der mich wieder aus der Bahn wirft. Da braucht es eigentlich nicht viel. Ich sage nur: Mein Kind. Meine Sorgen. Mein Sorgenkind. Das ist etwas, das ich nicht lösen kann, da hilft auch keine Therapie. Ich muss allein einen Weg finden. Oder weiter mir selbst Angst machen, mich quälen.
„Das Alte von Neuem?“ weiterlesenGraues Grinsen
Jedes Jahr hoffe ich, dass ich „diesmal“ von ihrem Besuch verschont bleibe. Aber nix da – sie kommt, ohne auch nur anzuklopfen, und macht sich wie selbstverständlich in mir breit. Sie weiß – es ist ihre Zeit, der letzte Monat ist für sie quasi reserviert. So war es schon immer … Und so wird es auch bleiben, sagt sie mir und grinst selbstgefällig. Sie vertreibt meine Lebensfreude, sät dafür nagende Unruhe, Hoffnungslosigkeit, Schwermut und noch einiges mehr von dieser Art Empfindungen. Sie holt meine Sorgen um Menschen, die mir lieb sind, in den Mittelpunkt und lässt sie langsam wachsen, bis hin zur Unerträglichkeit. Sie versteht und beherrscht es gut, die Seele zu quälen – dafür ist sie geschaffen. Das ist ihre Aufgabe, ihr Lebensziel. Aber ich habe andere Ziele, sage ich ihr voller Verzweiflung. Sie schweigt darauf bloß und hört nicht auf zu grinsen. Ich weiß, sie wird nicht einfach so nachgeben – ich muss die „Notbremse“ ziehen … Es gefällt ihr nicht, das Grinsen verblasst in ihrem Gesicht und all‘ die Abscheulichkeiten, die sie in ihrem Gepäck hat, werden etwas leichter …
Wenn endlich der Dezember vorbei ist, verabschiedet sie sich und zieht von dannen. Mit der getanen Arbeit ist sie zufrieden, nun braucht sie eine Abwechslung – jemand anderes, den sie weiter demütigen kann. Zum letzten Mal dreht sie sich um und zwinkert mir zu: „Bin weg, komme aber wieder – verlass dich drauf!“
„Wir werden sehen, hau bloß jetzt ab!“
Feedback der besonderen Art
… und das Autorenherz schlägt höher. 💗
Eine Leserin aus Hemer ist so sehr von meinem Buch „In der sibirischen Kälte“ beeindruckt, dass sie das Buchcover nachgemalt und das Bild vor ihrer Haustür aufgestellt hat.
Ich bin überwältigt …




Zum Thema Diktatur – Mischas Verbrechen
Diesen Beitrag schrieb ich vor fast genau drei Jahren und heute möchte ich ihn noch einmal veröffentlichen – aus aktuellem Anlass.
In Gedenken an alle, die in den Zeiten des kommunistischen Terrors und unter Stalins Regime leiden und sterben mussten.
Übersetzung (von mir) aus dem Russischen und Fotos – mit freundlicher Genehmigung von Andrej Schalajew – dem Gründer und Betreiber der russischen Internet-Plattform Bessmertny Barak
Wir wissen nicht viel über das Leben von Mischa Schamonin, nur – wie es zu Ende ging. Er war ein Straßenkind und dreizehn Jahre alt, als er am 4. Dezember 1937 in Hungersnot zwei Brotlaibe stahl. Dabei wurde er erwischt und der Miliz übergeben. Es passierte in einem Laden, also war es Unterschlagung von Staatseigentum und somit ein besonders schweres Verbrechen. Kinder zu töten, erlaubte Stalin schon 1935, indem er die Anwendung des höchsten Maßes an Sozialschutz – die Erschießung – ab dem zwölften Lebensjahr legalisiert hatte.
„Zum Thema Diktatur – Mischas Verbrechen“ weiterlesenÜber die Diktatur
Was geht vor in der ganzen Welt und was passiert da gerade in Deutschland? Wir alle befinden uns in einem Ausnahme-Zustand, in einer Krise. Man kann sie Pandemie, man kann sie Covid-19, man kann sie Corona nennen – es ändert diesen Zustand nicht. Einige nennen sie jedoch: „Der Weg in die Diktatur“ und prophezeien – wir werden bald tief mittendrin sein. Wenn ich das höre und lese, dann stellen sich mir die Haare zu Berge und ich denke: „Wie jetzt – Diktatur überall, in allen Ländern? Oder nur in Deutschland?“ und: „Wisst ihr überhaupt, was eine Diktatur ist?“
Ja, wisst ihr das?
Du bist (m)ein Schatz
Du hast mich wieder beruhigt, mein lieber Sohn. Nach dem Telefonat mit dir geht es mir schon besser. Du kannst das anscheinend genauso gut, wie dein Vater es konnte. Egal, wie groß meine Sorgen waren, er hat es immer geschafft, mir die Schwere aus den Gedanken zu nehmen. Das war von Anfang an und bis zu seinem Tod so. Auch als wir schon nicht mehr zusammen waren, brauchte ich ihn nur anzurufen und ihm von meinem Problem zu erzählen – er fand jedes Mal die richtigen Worte für mich. Es war der Ton, wie er es gesagt hatte, das Zuversichtliche, das in seiner Stimme lag, die Besorgnis um mich … Vielleicht war es auch das Zusammenspiel von alledem plus eine andere Fähigkeit, die nur er besaß – ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass er dieses Einzigartige (unter anderen guten Eigenschaften) an dich weitergegeben hat.
Du bist ein Schatz – nicht nur für mich, deine Mutter, sondern auch für alle Menschen, die dich kennen und lieben, und – die du liebst.
Für die Ewigkeit
Sie läuft stetig weiter – die Zeit, unerbittlich, unbeeindruckt von Katastrophen und Geschehnissen des menschlichen Daseins. Sie lässt sich nicht abstellen, neu aufziehen oder anhalten. Man hat sogar den Eindruck, ihre Fahrt nimmt zu, mit jedem gelebten Jahr schreitet sie schneller voran.
Ich blicke zurück auf die breite Zeitspanne von 66 Jahren und denke: Das meiste hast du schon hinter dir, das wenigste bleibt dir noch. Ich suche nach Momenten, die in meinem Leben einmalig waren, nach Augenblicken des vollkommenen Glücks. Welche würde ich verewigen, wenn mir das möglich wäre?
Deine Ignoranz produziert meinen Pessimismus
Versuch einer Fremdwörtergeschichte
Du ignorierst meine Existenz. Ich exponiere mich für dich auf jedem Event. Das Resultat? Negativ! Every time. Die Konkurrenz ist mega groß! Ich bin desillusioniert, frustriert und kurz davor, zu explodieren. Und du? Amüsiert. Ich korrigiere mein Agieren und präsentiere mich cool-ironisch. Du reagierst extrem und der Cutter in deiner Hand transformiert meine Ironie just in Respekt … Prompt setzt deine Ignoranz wieder ein. Ich diagnostiziere bei mir eine progressive Migräne, in meinem Schädel pulsiert es, mein Denkprozess ist instabil. Ich balanciere zwischen Depression und Aggression. Ich will einen fairen Dialog, keine Kontroverse, aber auch die simple Konversation mit dir deprimiert mich … Hast du eine Aversion gegen mich? … Eventuell einen Super-Lover?
„Deine Ignoranz produziert meinen Pessimismus“ weiterlesenIn der Tinte
Diesen Text fand ich neulich in meinem alten Notizbuch, das noch aus der Zeit der Schreibwerkstatt stammt (1994). Die Aufgabe der Kursleiterin war: Jeder Teilnehmer wirft ein Wort in den Raum und schreibt dann eine kleine Geschichte, in der alle vorgeschlagenen Wörter vorkommen müssen.
Blödsinn – zugegeben – das, was ich daraus gemacht habe, aber irgendwie auch witzig. (Die Fehler habe ich gerade beseitigt).
Heute muss ich immer noch schmunzeln, allerdings mit einem kleinen Seufzer bei dem Gedanken daran, wie jung (relativ) und unerfahren ich damals im Schreiben war. Nun beherrsche ich die Sprache gut (relativ), bin aber alt (relativ) und nicht mehr ganz so fit, um meine Kenntnisse in vollem Umfang anwenden zu können. Was sagt man dazu? So ist das Leben – und der Lauf der Dinge. 😊
Also – das sind die Begriffe:
Seife – Astronaut – Humor – netto – Eifersucht – Tinte – Ofen – reich – Toyota – Eis
Es war einmal weiß
Ein weißes Blatt Papier … alles ist noch unklar – das Thema, der Anfang, der Schluss. Alles kommt noch, alles wird sich aufbauen und schwarz auf dieses Blatt legen. Bis jetzt sind es nur Gedanken – etwas chaotische, nicht ausgereifte. Du zweifelst, du überlegst, wie du dich besser, genauer ausdrücken könntest, du versuchst dies und das …
Nein – falsch, passt nicht.
Dann „blitzt“ es in deinem Kopf. Der richtige Satz – da ist er! Und schon reihen sich die Wörter wunderbar aneinander und alles davor Geschriebene wird ausradiert – alle Versuche, alle Varianten – ohne Zögern und Erbarmen. Nur die neu formulierten Sätze bleiben stehen, manchmal ist es nur einer zwischen gestrichenen, geänderten und wieder gestrichenen, nur ein einziger Satz auf der ganzen Seite.
Ein weißes Blatt Papier, ein schneeweißes, am besten unliniertes Blatt. Ich mag es. Ich habe es schon immer gemocht, in jeder Form – als Schulheft, als kleines Notizbuch, als Briefbogen. Vielleicht ist das der Grundstein für meine Neigung zum Schreiben gewesen? Der Anstoß?
Es ist faszinierend, wie man ein einfaches, farbloses, unbedeutendes Stück Papier zum Atmen bringen kann.
Ein weißes Blatt Papier … Nun ist es nicht mehr unberührt weiß. Bedeckt mit schwarzen Schriftzeichen, hat sich das einst ausdruckslose Blatt auf wundersame Weise verändert. Freude und Trauer, Sehnsucht und Liebe, Schmerz und Hoffnung wurden diesem Papier eingedrückt, haben ihm magische Kraft verliehen.
Es war einmal ein weißes, einfaches, nichtssagendes Blatt Papier. Jetzt ist es ein kleines, lebendiges Stückchen meiner Seele.
Menschen in meinem Leben
Elfchen
Elfchen über Menschen zu schreiben ist schwieriger als „normale“, habe ich für mich festgestellt. In elf Wörtern etwas über eine Person und die Beziehung zu ihr auszusagen – geht das überhaupt? Ich habe es versucht …
„Menschen in meinem Leben“ weiterlesenBlog-Geburtstag
Rosas Blog ist drei Jahre alt geworden!
Entstanden ist er im Rahmen eines NETzWorking-Kurses und immer noch am Leben (wie man sieht 😃), obwohl fast alle anderen KursteilnehmerInnen ihre Übungs-Blogs abgemeldet haben. Das Schreiben macht mir nach wie vor viel Spaß, auch wenn ich ohnehin schon seit 2014 eine eigene Homepage mit eingebundenem Blog führe. Manchmal sind dann die Beiträge doppelt veröffentlicht, aber das macht ja nichts. Doppelt hält bekanntlich besser (und bringt vielleicht sogar mehr Leser).😊
Ein bisschen Statistik:
In den drei Jahren wurde „Mein Universum“ 2865 mal aufgerufen. Ob das viel oder wenig ist, kann ich nicht beurteilen, bin jedoch mit der Zahl völlig zufrieden.
Drei Beiträge (von insgesamt 113) mit den meisten Klicks möchte ich euch gern vorstellen:
Mit 381 Klicks steht am 1. Platz: Mischas Verbrechen
Am 2. Platz mit 214 Klicks: NETzWorking sei Dank
Am 3. Platz mit 115 Klicks: Da ist Leben drin
Alle drei, wie ich selbst finde, haben die Anerkennung verdient.
Zu meinem persönlichen Favoriten gehört: NETzWorking sei Dank
Fazit: Mein Blog wird noch viele weitere Geburtstage feiern (wenn alles gut geht) 😉

Gedanken im Elfchen-Format
Universum, geheimnisvoll, unerschöpflich. Ich bin mittendrin - im Wunder des Lebens. Unsterblich!„Gedanken im Elfchen-Format“ weiterlesen
Was bleibt …
Nachtrag zu „Begegnung“
Aus dem Mailaustausch mit Tatjana Enns zum Blogartikel „Begegnung“.
Tatjana:
„Hallo liebe Rosa,
wow, wie wundervoll, dass Du solch lebendige, kraftvolle Bilder siehst bzw. träumst. Wenn du mich fragst, hat dein Unterbewusstsein dir auf alle Fälle eindeutige Botschaften geschickt. Die Interpretation von Lilli finde ich zutiefst faszinierend. Sie hat dazu ein Talent, wirklich!
Interessant ist zu lesen, dass du diese Sicht des Traumes zwar annehmen kannst, dir aber dennoch etwas zu fehlen scheint.
Man kann es natürlich, wie Lilli es schrieb, sehen. Etwas in mir sagt mir, dass du sicher weißt, dass du DEINEN ungeborenen Sohn gesehen hast. Dass er dir ein (einziges) und letztes Mal Lebewohl sagen und dir zeigen wollte, dass nun alles gut ist. Dass es ihm drüben gut geht.
Was ich noch als Impuls gerade bekomme, ist … Es fühlt sich so an, als ob dein Sohn ohne Namen noch eine wichtige Botschaft für dich hat, die er dir noch überbringen möchte. Deshalb hat er gesagt, dass er bald wiederkommen wird – oder auch nicht.
Man kann in Hypnose in die Vergangenheit reisen, ohne dabei an den schlimmen Gefühlen zu sterben. Doch diese alten, unverarbeiteten Gefühle möchten einfach nur noch einmal gefühlt, gesehen und angenommen werden … So kann wirkliche Heilung geschehen. Meiner Meinung und Erfahrung nach der einzige Weg, seelische Wunden zu heilen. Dann kann auch in dir endlich alles heilen (Farbe Grün).
Ich kann dich bei diesem Prozess begleiten, das weißt du?
Das sind so meine Impulse dazu.“
Meine Antwort:
Liebe Tatjana,
danke für deine Deutung des Traumes. Die wahre Geschichte dazu („Das Geburtshaus“) kennst du ja aus meinem Buch. Spannend – Lillis Version und deine zusätzliche.
Was ich darüber denke: Ich glaube nicht, dass mein Kind, das sich seines Lebens noch gar nicht bewusst sein konnte, mir etwas sagen wollte. Es ist mein Unterbewusstsein, das mir auf diese Weise signalisiert: Es ist alles gut, lass diesen Stein fallen, es ist nichts mehr zu ändern, schließe Frieden mit der Geschichte. Darin sind wir uns einig. Ob ich das kann, ist eine andere Frage. Daran zu denken, macht mich immer noch traurig, aber das ist doch auch normal. Wie soll es denn gehen ohne Trauer? Aber dieser Traum hatte doch seine beruhigende Wirkung und ich kann damit leben. Es ist so, als ob mein ungeborener Sohn Gestalt angenommen, ein Gesicht bekommen hätte, und dieses Bild von ihm habe ich in meinem Herzen aufgenommen und kann es für immer behalten und bewahren. Vielleicht hätte er im Leben ganz anders ausgesehen, aber das ist unwichtig. Wichtig ist: So wie ich ihn gesehen habe, in seinem grünen Hemd, so bleibt er in meinem Herzen.
Danke auch für dein Angebot. Ich weiß das zu schätzen, denke aber, dass dieser Weg nicht für mich geeignet ist.
Es ist alles gut, so wie es ist. Und ich freue mich, dass ich so viele tolle Menschen um mich habe, da kann ich doch nur dankbar sein. Auch deine Freundschaft bedeutet mir viel …“

Bild von Astri Thea Rahmanita auf PixabayBegegnung
Aus dem Mailaustausch mit meiner Nichte Lilli
(veröffentlicht mit ihrer Zustimmung)
Lilli hat mich Anfang des Jahres im Internet „entdeckt“ und angeschrieben. Seitdem stehen wir im engen Kontakt miteinander. Sie ist eine wunderbare, außergewöhnliche, sehr kreative Frau. Uns verbinden nicht bloß das Familiäre und die Vergangenheit, wir haben auch andere Gemeinsamkeiten. Dazu lasse ich nur ein Wort fallen: Schreiben …
„Begegnung“ weiterlesenGlücklichsein …
Mein Herbst …
Es ist September. Seine Zeit ist gekommen. Im Grunde ist der Herbst schon da, er sammelt sich bloß ein wenig, sucht noch das passende Gewand für dieses Jahr aus, die passende Melodie, den passenden Duft …
„Mein Herbst …“ weiterlesenVor fünfzehn Jahren …
Kaum zu glauben – ich bin schon 15 Jahre mit Dagmar verheiratet!
Zurückblickend auf das Jahr 2005, sehe ich nicht nur den aufregenden Tag unserer Trauung und Feier, sondern erinnere mich auch an all‘ das Unschöne, was davor geschah … An die Auseinandersetzung mit der Familie meiner ältesten Schwester. An den Spott und den Hohn, die sie mir entgegenbrachten …





